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Suche nach Platz für Grüngut geht weiter

Lehrte Suche nach Platz für Grüngut geht weiter

Die Ortsräte von Hämelerwald und Sievershausen fordern, dass die Stadt weiter nach einem geeigneten Platz für eine Grüngut-Sammelstelle in einer der beiden Ortschaften sucht. Zurzeit müssen deren Bewohner nach Arpke fahren, um Gartenabfälle zu entsorgen.

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Auf den Grüngut-Sammelplatz in Arpke sind auch die Bewohner von Hämelerwald und Sievershausen angewiesen.

Quelle: Oswald-Kipper

Hämelerwald/Sievershausen. Der Betreiber der Aha-Grüngutsammelplätze in der Region Hannover, die MARIUS GmbH (Maschinenring Hannover Land), hatte kürzlich festegelegt, dass künftig Sammelstellen, die nicht auf Wertstoffhöfen liegen "ausschließlich von Landwirten betrieben werden, die in der MARIUS GmbH organisiert sind". So heißt es in einer Vorlage der Stadt zu dem Thema. Andere Betriebsstätten, für deren Betrieb ein Bebauungsplan notwendig wäre, "soll es nicht mehr geben, da der bauliche und betriebliche Aufwand zu groß ist". Gemeint sind dabei unter anderem Arbeiten wie Bodenabdeckung, Sickerwassererfassung und -reinigung.

Aha will dennoch die Stadt dabei unterstützen, eine neue Grüngutsammelstelle in Lehrtes Osten zu finden. Die Stadtverwaltung will sich nun bemühen einen Landwirt zu finden, der dafür Fläche zur Verfügung stellt. Einem entsprechenden Auftrag haben zwar beide Ortsräte zugestimmt - allerdings mit unterschiedlichem Nachdruck. "Wir sind mit der Sammelstelle in Arpke, die in unserer Nähe liegt, sehr gut bedient", meint Sievershausens noch amtierender Ortsbürgermeister Hans-Egon Seffers. Die Sammelstelle werde von den Sievershäusern oft angefahren.

Seffers sieht das Vorhaben, eine neue Sammelstelle zu etablieren, nicht allzu optimistisch: Es werde schwierig sein, dafür jemanden zu finden. "Bisher gibt es keinen Landwirt, der bereit ist, dafür sein Grundstück zur Verfügung zu stellen", erklärt er. Diejenigen Landwirte, die sich das hätten vorstellen können, seien bereits vorweg von Anwohnern kritisiert worden. "Wer will schon eine Grüngutsammelstelle neben seinem Grundstück haben?",  sagt Seffers.

"Wir bestehen weiterhin darauf, dass ein Sammelplatz eingerichtet wird", betont dagegen Seffers Hämelerwalder Amtskollege Dirk Werner. Als der frühere Platz dem Penny-Neubau weichen musste, habe man dem nur unter genau diesem Vorbehalt zugestimmt, ruft er in Erinnerung. "Die Stadt hat uns im Regen stehen lassen", kritisiert er. Ein Problem ist, dass es in Hämelerwald nur zwei landwirtschaftliche Betriebe gibt: Die Güter Schierke und Adolphshof, wobei letzterer ein Demeterhof ist, der sich kaum unkontrolliertes Material auf sein Gelände bringen lassen dürfte.

Die Stadt will nun nach Angaben ihres Sprechers Fabian Nolting erst einmal den endgültigen Beschluss des Verwaltungsausschusses abwarten, bevor sie in Verhandlungen mit Hofbesitzern tritt.

Von Patricia Oswald-Kipper und Thomas Böger

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