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Parteien einig: Gymnasium braucht mehr Platz

Lehrte Parteien einig: Gymnasium braucht mehr Platz

Was wollen die Parteien in den nächsten Jahren tun, um das Lehrter Gymnasium zu einer modernen Schule zu machen - und vor allem die Raumnot zu lindern? Das hatte der Schulvorstand alle im Rat vertretenen Fraktionen gefragt - jetzt liegen die Antworten vor.

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Das Lehrter Gymnasium platzt raummäßig aus allen Nähten.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Wichtigste Frage war die zur Raumnot: Nahezu die Hälfte aller Grundschulkinder wird am Gymnasium angemeldet - doch dafür reichten die Räume nicht aus, im Herbst müssten deshalb zwei Klassen in Container ausgelagert werden, hatte Schulleiterin Silke Brandes in dem Brief deutlich gemacht. Die SPD bestätigt, dass beim Raumprogramm im Schulzentrum Lehrte Mitte Handlungsbedarf bestehe. "Erste Realisierungen sind bereits 2017 möglich", sagt der Fraktionsvorsitzende Bodo Wiechmann. Die CDU ist schon konkreter: "Wir präferieren einen Neubau auf dem Schulhof des Gymnasiums, wollen aber auch einen 'Zukunftsentwurf' im Stadtpark prüfen", sagt Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens.

Die Grünen wollen zuerst eine Elternbefragung, um den Bedarf aller Schulen abzuklären. "Wie an anderen Standorten können Container eine geeignete Übergangslösung darstellen", sagt der Vorsitzender Roland Schütz. "Mittel- und langfristig muss der Bedarf aber in massiver Bauweise gedeckt werden." Die FDP fordert, dass die Planungen für die gesamte Schulentwicklung überarbeitet werden müssen. "Es sollte dringend über Erweiterungsbauten oder Neubauten am Schulstandort Lehrte-Mitte nachgedacht werden", sagt Vorsitzender Dieter Münstermann.  

 Zweiter Komplex war die Ausstattung des Gymnasiums. Wegen der hohen Anmeldezahlen von jährlich mehr als 180 Schülern stoße das Gymnasium bei den an den Unterricht gestellten methodischen, medialen und sozialen Anforderungen an ihre Grenzen, sagte Brandes. Wiechmann erklärte, dass ein Medienentwicklungsplan in die Finanzplanung 2017 bis 2020 einfließen soll. Auch die Schulsozialarbeit soll weiterhin von der Stadt finanziert werden, solange das Land die Kosten nicht übernimmt. Die CDU will noch abwarten, welche Medienkonzepte die Schulen entwickeln, denn eine technische Ausstattung müsse "auch mit Personal hinterlegt werden". Die Schulsozialarbeit soll aber bis Ende 2018 weiter kommunal gefördert und freie Sozialarbeiterstellen so schnell wie möglich wiederbesetzt werden.

Auch die Grünen, so Schütz, fordern eine Ausweitung der Schulsozialarbeit - und keinen Rückzug, wie von der Stadt geplant. "Lehrte muss die bisherigen befristeten Stellen in unbefristete Stellen in kommunaler Verantwortung umwandeln." Auch die FDP will sich für die notwendige materielle und personelle Ausstattung einsetzen, um den Schulstandort attraktiv zu halten.

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Der ausgelagerte Musikraum in der Albert-Schweitzer-Schule wird aus der Not heraus schon als allgemeiner Unterrichtsraum genutzt.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Von Oliver Kühn

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