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Nach der Wahl: Banger Blick auf die Zahlen

Lehrte/Sehnde Nach der Wahl: Banger Blick auf die Zahlen

Vor den Wahlhelfern aus Lehrte und Sehnde sowie den Kandidaten für die Kommunalwahl liegt eine lange Nacht: Erst gegen 19.30 Uhr kamen am Sonntag die ersten Ergebnisse für die Regionsversammlung. Das erhöhte die Spannung der Kommunalpolitiker, die sich für Rat und Ortsrat hatten aufstellen lassen.

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Wer bekommt wie viele Stimmen? Noch läuft das Auszählen.

Quelle: Kühn

Lehrte/Sehnde. Denn hinter den Parteien und Wählerbündnissen liegt ein mehrwöchiger Wahlkampf, der zum Teil bis zur Wahl andauerte. So gab es am Sonntagmorgen in Lehrte Aufregung über mehrere Wahlplakate, die einen Kandidaten der CDU-Nachwuchsorganisation Jungen Union (JU) zeigten. Einige der Plakate waren offensichtlich zu dicht an Wahllokalen platziert worden. André Tepper von der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos sprach davon, dass die Plakate an zehn Stellen nicht den nötigen Abstand zu den Wahllokalen gehabt hätten und deshalb „gezielte Wahlbeeinflussung“ seien. Michael Großmann, Leiter des Bürgeramts im Lehrter Rathaus, bestätigte, dass Wahlvorstände bereits mehrere der Plakate mit dem Konterfei des JU-Kandidaten entfernt hätten. Er betonte aber, dass es keine fest umrissene Bannmeile für Wahlwerbung gebe.

Das Werben um Stimmen insgesamt hatte sich aber offenbar ausgezahlt: Auch wenn die konkreten Ergebnisse erst spät in der Nacht vorlagen, so deutete schon nach Schließung der Wahllokale vieles darauf hin, dass die Wahlbeteiligung dieses Mal höher gewesen sei als vor fünf Jahren. „Drei der 29 Wahllokale hatten Stimmzettel nachgefordert“, sagte Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.

Für Irritationen sorgte in Lehrte ein Stimmzettel, auf dem ein Wähler 43 Kreuze gezeichnet hatte, wie Stadtrat Uwe Bee berichtete. Dieser fiel in die Kategorie ungültig.

Ob die höhere Wahlbeteiligung zum verzögerten Auszählen geführt hat, vermochte am Abend niemand zu sagen. Immerhin gab Lehrke gegen 20.30 Uhr als erste Prognose die Aussage, dass die AfD offenbar den Sprung in den Rat geschafft hat. Mit wie vielen Sitzen, das lässt sich erst nach dem Auszählen aller Stimmzettel sagen, aber: „Die Partei hat nur drei Kandidaten benannt. Bekommt sie mehr Mandate, dann gibt es keine Nachrücker“, erklärte der Sehnder Bürgermeister das weitere Verfahren.

Angesichts der langen Wartepause und der Unwägbarkeit der Ergebnisse wollten die Parteien in beiden Kommunen keine Einschätzung geben. „Wir warten ab“, hieß es unisono mit bangem Blick auf die Leinwände, auf denen die Grafiken nur schleppend erschienen. Immerhin: Mehr als 100 Interessierte verfolgten das Geschehen im Lehrter Rathaus – eben bis weit in die Nacht.

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