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Pastor Peisert sagt Steinwedel Adieu

Lehrte Pastor Peisert sagt Steinwedel Adieu

Steinwedels Pastor sagt Adieu: Mirko Peisert verabschiedet sich nach acht Jahren von der St.-Petri-Kirchengemeinde und wird Superintendent im Kirchenkreis Hildesheim. Die Gemeinde hat er nachhaltig geprägt - mit kreativen Projekten, neuen Ideen für den Gottesdienst und einem allegorischen Garten.

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"Den allegorischen Garten werde ich sehr vermissen": Pastor Mirko Peisert verlässt Steinwedel und wird Superintendent in Hildesheim - der Garten der Superintendentur ist dort deutlich kleiner.e

Quelle: Katja Eggers

Steinwedel. "Den Garten werde ich wirklich sehr vermissen", gesteht Peisert. Die Anlage, die Pflanzen zeigt, die in der lutherischen Tradition gleichnishaft für bestimmte theologische Inhalte stehen, geht maßgeblich auf seine Kappe. Das Projekt dürfte zu den größten und aufwändigsten gehören, die der 43-jährige Pastor in Steinwedel realisiert hat.

Peisert stand in Steinwedel für Kreativität. Für ein neues Abendmahlsgeschirr ließ er die Gemeinde Silberteile aller Art sammeln und einschmelzen. Um im Winter die hohen Heizkosten zu verringern, hielt er "eiskalte Gottesdienste" in der unbeheizten Kirche ab. Mit Handpuppe "Bruno" eroberte er vor allem die Herzen der kleinen Gottesdienstbesucher. Peisert holte zudem viel Musik in die Kirche. Es gab Konzerte mit Chören, Orgel und Orchestern. Die Kirchenmusiknacht mit Kurzkonzerten zu jeder vollen Stunde ist ebenfalls seine Idee.

Während Peisert Pastor war, veränderte sich die Kirchengemeinde aber auch baulich. "In meiner Anfangszeit war viel im Karton und viel Improvisation gefragt", erinnert sich Peisert. Weil das Pfarrhaus saniert wurde, konnte er dort erst später einziehen. Der Kindergarten bekam später eine Krippe, das Haus wurde dafür komplett umgestaltet. Im Jahr 2013 erfolgte dann die Turmsanierung. Ein Jahr später feierte Peisert mit seiner Gemeinde 600-jähriges Turmjubiläum und organisierte Kino in der Kirche, Public Viewing und besondere Gottesdienste.

Peisert zieht Mitte Oktober mit seinem Lebensgefährten um. Sein Dienst als Superintendent in Hildesheim beginnt am 1. November. "Nach 14 Jahren als Gemeindepastor - erst in Einbeck, dann in Steinwedel - reizt mich jetzt eine neue Aufgabe", sagt Peisert. Dass er von März 2015 bis März 2016 bereits als stellvertretender Superintendent in Burgdorf im Einsatz war, hat ihm bei der Bewerbung in Hildesheim Pluspunkte beschert.

Vermissen wird Peisert aus Steinwedel neben dem Garten auch die "vielen lieben Menschen", die "wunderschöne Kirche" und die "besondere Stimmung, wenn dort an Heilig Abend am Weihnachtsbaum noch echte Kerzen brennen".

Peisert wird am Sonntag, 25. September, 17 Uhr, in einem Gottesdienst in der Kirche verabschiedet.

Von Katja Eggers

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