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Peppige Werbung für die "C-Fläche"

Lehrte Peppige Werbung für die "C-Fläche"

Die Stadt will sich im neuen Jahr mit mehr Engagement um die Vermarktung der "C-Fläche" kümmern. Sie plant einen Imagefilm, der endlich den passenden Käufer für die 17.000 Quadratmeter große Fläche am Pfingstanger anlocken soll.

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Pfützen, Matsch und Wildwuchs: Die Stadt will die Brache zwischen Germaniastraße und Pfingstanger endlich vermarkten.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. „Peppig“ soll das Video werden, sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Ein Entwurf des Clips, welchen eine professionelle Agentur erstellt hat, sei bereits fertig. Im ersten Quartal des neuen Jahres werde der Film fertig sein. Er soll die Vorteile der C-Fläche klar hervorkehren: dicht an der Innenstadt, verkehrstechnisch hervorragend erschlossen und mit Gewerbe in der Nachbarschaft, die bereits eine Menge Kunden anlockt.

Vor ziemlich genau drei Jahren hatte die Stadt die Brache, das letzte noch unbebaute Stück des früheren Zuckerfabrikgeländes, von dem Unternehmen Nordzucker gekauft. Damals gab es auch aus der Politik sehr viel Lob für diesen Schritt. Denn er ermöglicht es der Stadt, ganz allein die Zukunft der Fläche zu gestalten. Seinerzeit wurden auch klare Ziele formuliert: Es dürfe dort „keine Tanke und keine Pizzabude“ entstehen, hieß es. Auch der Ansiedlung eines Logistikers an dieser Stelle wurde eine klare Absage erteilt.

Doch diese Voraussetzungen machen die Vermarktung der C-Fläche anscheinend sehr kompliziert. Anfragen von Interessenten habe es immer wieder gegeben, sagt Bürgermeister Klaus Sidortschuk. Diese hätten aber auf der Fläche etwas bauen wollen, was man absolut nicht haben wolle: eine Tankstelle, eine Waschanlage oder eben eine Logistikhalle. Viel lieber wäre der Stadt aber ein Bürogebäude oder ein Projekt aus der Branche Dienstleistungen, sagt Sidortschuk. Er nennt die C-Fläche eine „herausragende Gewerbefläche im Stadtzentrum“. Nolting preist sie an als ein „Sahnestück“, dass man aber eben nur einmal vergeben könne. Daher setze man nun auf das bisher noch nie genutzte Mittel eines Videoclips.

„C“ heißt nicht Drittklassigkeit

In Lehrte ist der Name „C-Fläche“ schon seit rund anderthalb Jahrzehnten ein Begriff. Als die Zuckerfabrik einst abgerissen wurde, hatte man das frei werdende Gelände in drei Abschnitte unterteilt: A-Fläche für das Gebiet, auf dem jetzt das Zuckerzentrum steht, B-Fläche für die Erweiterung des Stadtparks, C-Fläche für das östliche Teilstück zwischen Pfingstanger und Germaniastraße. Die C-Fläche ist nach Ansicht der Verantwortlichen bei der Stadt eine 1-A-Lage für eine großflächige Gewerbeansiedlung. Bei potenziellen Investoren wirke das „C“ aber möglicherweise auch abstoßend, heißt es aus dem Rathaus. Das „C“ als Stempel für Drittklassigkeit? Auch dieses sehr kuriose Missverständnis soll der neue Marketing-Clip aus der Welt räumen helfen.

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