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Plakate überdecken die bunten Bilder

Lehrte Plakate überdecken die bunten Bilder

Seit einiger Zeit zeigen viele Strom- und Verteilerkästen an Lehrter Straßen farbenfrohe Bemalungen mit lokalen Motiven. Doch die Freude über die von Schülern geschaffenen Bilder wird in jüngster Zeit arg getrübt - denn die Kästen werden für unerlaubte Plakatierungen oder als Ablagefläche für Müll missbraucht.

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Schade um die Malereien: Manche der bunten Strom- und Verteilerkästen in Lehrte werden derzeit illegal überplakatiert.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Laube-Hoffmann hatte im Jahr 2011 das Projekt initiiert, bei dem Lehrter Schüler zu Pinsel und Farbe griffen. Unlängst waren einige Bemalungen sogar erneuert worden. Doch nun scheint die Arbeit der Schüler an manchen Kästen für die Katz gewesen zu sein. Denn die illegal angebrachten Plakate verdecken nun nicht nur die bunten Motive: Schwerer wiegt, dass sich beim Entfernen der Werbung auch die Farbe von den Kästen löst. „Die Ausbesserungen sind sehr zeitaufwendig, und ich mache das in meiner Freizeit“, betont Laube-Hoffmann.

Die Stadt bedauert die Angelegenheit, sieht sich aber nicht in der Verantwortung. „Das ist Sache der Betreiber“, betont Stadtsprecher Fabian Nolting. Gleichwohl missbilligt er die Vorkommnisse und erinnert an die ehrenamtliche Arbeit der Schüler: „Die bunten Kästen sind zur Bereicherung der Stadt geworden.“

Bei den Stadtwerken Lehrte, neben der Post, htp und eon Avacon einer der Besitzer der Kästen, hat man sich mangels Gelegenheit noch nicht mit den wilden Plakatierungen beschäftigt. „Wir haben das bei unseren Gasdruckregelschränken und -stationen noch nicht wahrgenommen“, erklärt Stadtwerkechef Rainer Eberth. Doch es sei ohnehin schwierig, gegen derartige Erscheinungen vorzugehen. „Die Veranstalter, die darauf werben, berufen sich meist darauf, dass sie eine Fremdfirma beauftragt haben und selbst nicht wüssten, wo die Plakate hingen“, sagt Eberth. Und diese Fremdfirmen stellten sich in der Regel dumm, wenn man sie anspreche. Einen juristischen Beweis zu führen, sei schwierig.

Von Michael Schütz

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