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Radfahrer zeigen sich meist einsichtig

Lehrte Radfahrer zeigen sich meist einsichtig

Einen Tag lang hat das Polizeikommissariat Lehrte mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Hannover am Dienstag in der Innenstadt Radfahrer kontrolliert. Schwerpunkte waren die Germaniastraße am Kreisel, Marktstraße/Ecke Berliner Allee, Neues Zentrum und Bahnhofstunnel.

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Die Polizeikommissare Verena Oelsner und Niklas Adam von der Bereitschaftspolizei kontrollieren eine Radfahrerin an der Marktstraße.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Die Überraschung stand manchem Zweiradfahrer ins Gesicht geschrieben, als sie sich zwei Uniformierten gegenüber sahen. Immer zu Zweit hatten sich die Beamten an den neuralgischen Stellen postiert, um das Verhalten zu kontrollieren - und die Einsicht des eigenen Fehlverhaltens, das mit 20 Euro Bußgeld geahndet wurde, war in den meisten Fällen vorhanden. "Das war Bequemlichkeit", gab einer der Erwischten zu.

Er war an der Einmündung der Marktstraße in die Berliner Allee auf der falschen Straßenseite unterwegs, als er von den Kommissaren Verena Oelsner und Niklas Adam angehalten wurde. "Die Radfahrer unterschätzen oft, wie gefährdet sie sind", sagte Adam. Gerade an der Einmündung der Bahnhofstraße in die Marktstraße rechneten Autofahrer nur mit Radlern von links.

Ähnlich unübersichtlich gehe es auf der Germaniastraße Richtung Berliner Allee zu. Auch dort dürfe man bis zur Ampel nicht auf der linken Seite fahren, erklärten Stefanie Trusch und Tatjana Knust, die am Kreisel kontrollierten. Die Kurve zur Berliner Allee sei schlecht einsehbar. "Ich finde es aber viel gefährlicher, wenn ich zweimal die Fahrbahn wechseln muss", befand einer der Radfahrer. Dafür gebe es die Überwege, belehrten ihn die beiden.

Am Morgen hatte die Polizei im Neuen Zentrum und im Bahnhofstunnel kontrolliert und im Vergleich wenige Verstöße festgestellt. Knust führte das auch auf die Ankündigung der Kontrollen am Montag im Anzeiger zurück. Alle, die es gelesen hätten, hielten sich an die Vorschriften. "Von mir aus können Sie jede Woche einen Artikel bringen", meinte sie lachend.

Allein am Vormittag wurden 36 Verstöße wegen Fahrens in falscher Richtung geahndet, zog Revierleiter Ulrich Bode Bilanz. Außerdem fuhren zehn Radler in einer Fußgängerzone. Bei den Kontrollen wurden ganz nebenbei noch vier Autofahrer erwischt, die am Steuer telefonierten, und einer, der nicht angeschnallt war.

Von Michael Schütz

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