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Polizei stellt nach blutigem Ehestreit scharfe Waffen sicher

Sievershausen Polizei stellt nach blutigem Ehestreit scharfe Waffen sicher

Die Polizei hat in der Wohnung eines Ehepaars in Sievershausen bei Hannover ein Waffenlager entdeckt. Die Beamten stellten unter anderem eine scharfe Pistole und große Mengen Munition sicher. Zuvor waren die Eheleute aufeinander losgegangen, wobei der stark alkoholisierte Mann mit einem Gewehr hantierte.

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Gefährlich und illegal: Polizeioberkommissar Tobias Giesbert vom Kommissariat in Lehrte zeigt die Waffen, die seine Kollegen in einer Wohnung in Sievershausen entdeckt haben.

Quelle: Achim Gückel

Sievershausen. Die Einsatzkräfte konnten ihren Augen kaum trauen, als sie am Sonntag gegen 22.40 Uhr in die Wohnung des Paares kamen. Dort fanden sie nicht nur die mit Munition versehene Pistole, sondern auch ein Kleinkalibergewehr, eine Schreckschusspistole mit aufgebohrtem Lauf, eine Armbrust sowie Munition – insgesamt 172 Schuss.

Die Polizisten stellten allein zehn gefüllte Magazine für die 9-Millimeter-Pistole und 17 Armbrustpfeile sicher. Darüber hinaus entdeckten sie Projektile für ein Maschinengewehr. Für all dieses konnten der am Sonntagabend stark alkoholisierte 43-jährige Ehemann und seine fünf Jahre jüngere Frau keine Lizenzen vorweisen. Gegen beide wurden Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Vor dem Polizeieinsatz hatten sich zwischen den Eheleuten nahezu unglaubliche Szenen abgespielt. Nach Angaben der Polizei hatte das Paar nachmittags noch mit Gästen gefeiert, abends sei es dann zum Streit gekommen, der in der Küche eskalierte. Dabei habe die Ehefrau ein Küchenmesser mit einer rund 20 Zentimeter langen Klinge aus einer Schublade genommen und ihren Mann damit bedroht. Schließlich soll sie das Messer nach dem Mann geworfen haben, als dieser aus der Küche flüchten wollte. Der Wurf ging daneben.

Daraufhin habe der Mann seiner Frau einen Faustschlag ins Gesicht versetzt, worauf die 38-Jährige ihrerseits die nächste Attacke startete. Sie soll ihrem Ehepartner „möglicherweise ein Stück Fleisch aus dem Arm gebissen haben“, heißt es im Polizeibericht. Zudem soll sie noch mit einem Kuchenblech auf den Mann eingedroschen haben. Die später festgestellten Verletzungen erwiesen sich jedoch bei beiden Ehepartnern als nicht ernst.

Schließlich holte der 43-Jährige das Kleinkalibergewehr aus einem Büro. Die Waffe legte er aber schnell wieder beiseite, und eine Freundin der Familie, die zuvor bei der Feier zu Besuch war, rief die Polizei. Gegenüber den Ordnungshütern leisteten die Eheleute keinen Widerstand. Der Mann – er hatte am Sonntagabend 2,8 Promille – machte keine Angaben, woher die illegalen Waffen stammen. Die Ermittlungen dauern an.

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Von Redakteur Achim Gückel

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