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Polizei nimmt Radfahrer ins Visier

Lehrte/Sehnde Polizei nimmt Radfahrer ins Visier

Die Polizei hat umfangreiche Verkehrskontrollen für Radfahrer in Lehrte und Sehnde angekündigt. Wer ohne Licht, mit defekter Beleuchtung oder auf Fußwegen fährt, wird zur Kasse gebeten. Die Aktion soll am Dienstag beginnen und mehrere Tage dauern.

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Die Polizei kündigt umfangreiche Kontrollen der Radfahrer in Lehrte und Sehnde an.

Quelle: Arne Dedert

Lehrte/Sehnde. Wo genau die Polizei kontrollieren wird, will Kommissariatsleiter Ulrich Bode nicht verraten. "Aber wir planen da schon was Größeres", sagt er. Nötig seien die Kontrollen, weil derzeit vermehrt Radfahrer ohne Licht oder mit einer defekten Beleuchtung unterwegs seien. In der dunklen Jahreszeit werden sie dann von den Autofahrern sehr schlecht gesehen. "Und bei einem Zusammenprall haben die Radfahrer immer die schlechteren Karten", betont Bode.

Jüngste Kontrollen hatten zudem ergeben, dass Radfahrer oftmals auf der falschen Fahrbahnseite oder auf Fußwegen fahren. "Beliebte Rennstrecken sind in Lehrte der Fußgängertunnel unter dem Bahnhof und das Neue Zentrum", sagt Bode. In beiden Bereichen müssten Radfahrer eigentlich ihren Drahtesel schieben, aber nur die Wenigsten würden dies auch tatsächlich tun.

Wer bei Verstößen erwischt wird, der muss zahlen: Fürs Fahren auf Fußwegen wird ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro fällig. Wer bei Dämmerung oder Dunkelheit ohne oder mit defekter Beleuchtung fährt, muss die gleiche Summe abdrücken.

Der Kommissariatsleiter empfiehlt Radfahrern, in der dunklen Jahreszeit helle und reflektierende Kleidung zu tragen. Bode betont, dass zu einem verkehrstüchtigen Fahrrad zudem funktionierende Bremsen gehören.

Viele Unfälle mit Radfahrern

Im vergangenen Jahr ist es in Lehrte und Sehnde zu auffällig vielen Unfällen mit Radfahrern gekommen. Dabei wurden 80 Radler verletzt. Neben Vorfahrtsverstößen und Fahren ohne Licht bei Dämmerung und Dunkelheit konnte die Polizei etwa ein Drittel der Unfälle auf die Benutzung der falschen Fahrbahnseite zurückführen.

Laut Kommissariatsleiter Ulrich Bode kam es auch zu Unfällen, weil Radfahrer gleich gegen mehrere Verkehrsregeln verstoßen hatten. Ungeklärt ist zudem, wie viele Unfälle passierten, weil Radler während der Fahrt abgelenkt waren, etwa weil sie ihr Mobiltelefon benutzten.

Ein besonders schwerer Unfall hatte sich erst kürzlich in Ahlten ereignet, als ein 40-jähriger Radfahrer bei Rot eine Ampel überquerte und dabei von einem Auto erfasst wurde. Der Radfahrer erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen und verstarb später im Krankenhaus.

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Die Lehrter Polizei kontrolliert Fahrradfahrer im Neuen Zentrum im Jahr 2014. Archivfoto

Quelle: Achim Gückel

Von Katja Eggers

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