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Kita bietet Hilfe für Flüchtlingskinder

Lehrte Kita bietet Hilfe für Flüchtlingskinder

Die Flüchtlingskinder an der Kita Goethestraße bekommen Unterstützung: Eine Erzieherin soll die Familien durch den Alltag begleiten. Die Matthäus-Kirchengemeinde hat dafür jetzt eine Stelle geschaffen, die Firma Kali und Salz (K+S) unterstützt diese Arbeit mit 4000 Euro.

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Saziye Saldiray kümmert sich im evangelischen Kindergarten an der Goethestraße um Flüchtlingskinder.

Quelle: P. Oswald-Kipper

Lehrte. Die Erzieherin Saziye Saldiray kann sich an der Kindertagesstätte künftig verstärkt um die Flüchtlingskinder und deren Familien kümmern. Dabei geht es nicht nur um Sprachprobleme. "Auch einfache Sachen wie der regelmäßige Zahnarztbesuch mit dem Kind müssen den Familien nahe gebracht werden", sagt Kita-Leiterin Heike Borges-Duschek. Manchmal müssten die Familien auch zu solchen Terminen begleitet werden. Dafür blieb im normalen Kita-Alltag bisher wenig Zeit. "Solche Aufgaben können die Erzieher langfristig nicht neben ihrer alltäglichen Arbeit ableisten", sagt Borges-Duschek.

Sieben Wochenstunden stehen für das Projekt der Matthäuskirchengemeinde "Wege begleiten" jetzt zur Verfügung. Auch das Aktionsbündnis "Lehrte hilft" ist dabei mit im Boot. Die Gesamtkosten inklusive Material belaufen sich auf 10.000 Euro. Mit der Unterstützung von K+S sei das Projekt nun für zwei Jahre gesichert, sagt Pastorin Gesa Steingräber-Broder. K+S-Werkleiter Ulrich Pausch übergab dazu jetzt einen Scheck.

Kita-Leiterin Borges-Duschek ist froh, die Erzieherin Saldiray, deren Eltern aus der Türkei stammen, für das Projekt gewonnen zu haben. "Sie ist - auch wegen ihres Migrationshintergrundes - für diese Aufgabe einfach am besten geeignet", sagt die Kita-Leiterin. Allerdings sei es auch nicht einfach gewesen, eine Muslimin in einer evangelischen Kindertagesstätte anzustellen.

Saldiray will nun erst einmal intensive Kontakte zu den Familien der zwölf Kinder mit Fluchthintergrund aufbauen. Dazu gehören auch Hausbesuche. Viele der Kinder, die unter anderem aus dem Irak, Syrien, Sudan oder Afghanistan stammen, kennt sie schon. Sie werden seit einiger Zeit von ihr in der Nachmittagsgruppe betreut.

Große Nachfrage nach Kita-Plätzen

Die Nachfrage nach Kita-Plätzen ist in Lehrte auch aufgrund des Flüchtlingsstroms gestiegen. Die Stadt will deshalb kurzfristig in der Kindertagesstätte Hohnhorstweg eine neue Gruppe einrichten. In dieser mittags startenden Gruppe werden zunächst ausschließlich zehn Flüchtlingskinder von einer Erzieherin betreut.

Die Gruppenzusammenstellung habe sich kurzfristig so ergeben, erklärt Fabian Nolting. Die sogenannten Nachmittagsgruppen seien seit jeher besonders von Familien mit Migrationshintergrund gefragt, weiß auch Heike Borges-Duschek, Leiterin der Kita Goethestraße. Start der neuen städtischen Gruppe soll am 15. August sein. Die Stadt will die Gruppe langfristig aber noch vergrößern - dann soll die Gruppe gemischt werden.

Auch in Krippen sei die Nachfrage aufgrund vieler neuer junger Familien steigend. An der Kindertagesstätte am Drosselweg wird derzeit ein Raum für eine neue Krippengruppe angebaut. Nolting betont aber, dass es dabei jedoch nicht vordringlich um Plätze für Flüchtlingskinder gehe. "Hier gibt es allgemein einen großen Bedarf", sagt der Stadtsprecher.

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K+S-Werkleiter Ulrich Pausch übergibt Gesa Steingräber-Broder (Mitte) einen Scheck über 4000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingsfamilien. Erzieherin Saziye Saldiray (links) begleitet die Familien durch den Alltag.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper
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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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