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Prüfflächen für Gewerbe abgelehnt

Aligse Prüfflächen für Gewerbe abgelehnt

Der Ortsrat Aligse, Kolshorn, Röddensen hat die Prüfflächen für Gewerbeansiedlungen einstimmig abgelehnt. Diese will die Stadt im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) langfristig in Aligse ausweisen.

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Das Dorf Aligse ist bereits von Gewerbeflächen umzingelt - so empfindet es der Ortsrat.

Quelle: Kühn

Lehrte. Die zur Rede stehenden Prüfflächen für eine Erweiterung betreffen die Gewerbegebiete nördlich der Autobahn 2: Lehrte Nord 2 östlich der Bahnstrecke und Lehrte Nord 3 im Westen Richtung Blauer See. „Laut der Karte im ISEK-Plan wäre das eine enorme Ausweitung mit riesigem Flächenverbrauch und würde das Dorf weiter umzingeln“, kritisiert Ortsbürgermeister Frank Seger. „Wichtige Ökosysteme und Freiräume für die Naherholung würden unwiederbringlich zerstört.“

Das wird Bürgermeister Klaus Sidortschuk, der nach Angaben Segers erstmals an einer Ortsratsitzung teilgenommen hat, nicht gern gehört haben. Denn die Stadt sieht im Südwesten und Südosten von Aligse eine wichtige Entwicklungsmöglichkeit für Gewerbeansiedlungen. Der Ortsrat bekenne sich sehr wohl zum Wirtschaftsstandort Lehrte, betont Seger. „Es kann aber trotzdem nicht angehen, auf der einen Seite lebendige Dörfer zu propagieren, andererseits den Gewerbeflächenstrang ausgerechnet um unsere verletzlichen alten Dörfer immer enger ziehen zu wollen.“ Eine Prüfung wäre schon so etwas wie eine Vorentscheidung für eine Verwirklichung, glaubt Seger.

Ein Sprung des Gewerbegebietes Lehrte Nord 2 über die Bahntrasse Richtung Osten zu den Straßen Zum Roden und Zur Kreuzeiche würde zudem eine schon jetzt bestehende gute Vernetzung von Grünflächen mit Radwegen in der Aligser Feldmark zerschneiden, ist sich Seger sicher. Darüber hinaus würden landwirtschaftlich genutzte Flächen beeinträchtigt - alles in allem würde dies damit dem ISEK-Leitbild selbst widersprechen.

Andere Handlungsziele von ISEK wurden dagegen vom Ortsrat begrüßt. Dazu gehörten beispielsweise die vorgesehene Mindestausstattung der Dörfer mit schnellem Internet und dass diesen prinzipiell eine Eigenentwicklung zugestanden werde (siehe Kasten).

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