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Eberth hält Plädoyer für die Verantwortung

Lehrte Eberth hält Plädoyer für die Verantwortung

Um nichts weniger als die Schöpfung ist es am Sonntagabend in der Matthäuskirche gegangen, als der Geschäftsführer der Stadtwerke Lehrte, Rainer Eberth, die Kanzelrede bestritt. In dieser Reihe der Kirchengemeinde verbinden Lehrter des öffentlichen Lebens ihre Berufszweige mit Bibelstellen.

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Nach der Kanzelrede beantwortet Rainer Eberth Fragen der Besucher, die ihm Pastorin Beate Gärtner vorliest.

Quelle: Michael Schütz

Lehrte. Es war eine der bekannteren Stellen aus der Bibel, die Matthäuspastorin Beate Gärtner als Motto für die Kanzelrede des Stadtwerkechefs ausgab: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und macht sie euch untertan“, zitierte sie aus dem 1. Buch Mose. Eberth zog daraus den Auftrag, mit Gottes Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen. Damit könne nicht gemeint sein, das man die Erde durch Gier, Machthunger und Streben nach Profit hemmungslos ausbeuten könne, deutete Eberth das Bibelwort. „Gott hat den Menschen die tolle Verantwortung für den Erhalt seiner Schöpfung in die Hände gelegt“, sagte der konfessionslose 58-Jährige.

Die Stadtwerke in Lehrte nähmen diesen Auftrag an, erklärte Eberth und beschrieb die Anstrengung des städtischen Tochterunternehmens, erneuerbare Energien zu fördern. Sie böten Strom aus Wind-, Wasser- und Solarenergie an. Mit Erdgas zur Wärmeerzeugung setze sein Unternehmen auf den fossilen Brennstoff, der am wenigsten Kohlendioxid freisetze.
In der an die Rede anschließenden Fragestunde ließ Eberth aber auch erkennen, dass er es für unrealistisch halte, in absehbarer Zeit komplett auf regenerative Energie umstellen zu können. „Dafür fehlt die Speicherkapazität“, sagte er angesichts der Schwankungen bei der Gewinnung umweltfreundlicher Energie.

Eberth kündigte außerdem an, dass die Stadtwerke Lehrte demnächst in die Elektromobilität einsteigen wolle. Ziel sei es, ein E-Auto anschaffen und eine Stromtankstelle einzurichten. „Wir wollen Flagge zeigen“, sagte der Manager.

Von Achim Gückel

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