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Randalierer lässt Gerichtsprozess platzen

Lehrte Randalierer lässt Gerichtsprozess platzen

Er soll Polizisten, Sanitäter sowie eine Ärztin bedroht und beleidigt haben. Ihm wird vorgeworfen, wild um sich gespuckt und gebissen zu haben. Und wegen all dieser Dinge sollte sich der Lehrter nun vor Gericht verantworten. Doch der Prozess platzte, weil der 25-jährige mit Abwesenheit glänzte.

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Prozess geplatzt: Der angeklagte Lehrter erscheint nicht.

Quelle: Kristoffer Finn

Lehrte. Oft passiert so etwas am Landgericht in Hildesheim nicht. Als der Prozess gegen den Lehrter am Donnerstag um 9 Uhr losgehen sollte, waren Staatsanwaltschaft und Richter vollzählig angetreten. Es fehlte indes der Angeklagte. Dieser hatte sich zuvor nicht in Untersuchungshaft befunden, hätte also aus freien Stücken vor Gericht erscheinen müssen. Doch das tat er nicht – was ihn vermutlich ein Bußgeld kostet und dem Gericht die Suche nach einem neuen Verhandlungstermin abnötigt.

Die Vorwürfe gegen den 25-jährigen wiegen schwer und beziehen sich auf drei verschiedene Vorfälle, welche alle zu einer Anklage zusammengefasst worden sind. Am 1. November 2014 etwa soll der Mann – von Alkohol und weiteren Drogen benebelt – zunächst kollabiert sein und dann die zu Hilfe eilenden Rettungssanitäter bedroht haben.

Ähnliches spielte sich am 6. August 2015 ab. Damals rief die Mutter des Mannes – beide leben gemeinsam unter einem Dach – den Rettungsdienst. Auch an diesem Tag war der Angeklagte offenbar zusammengebrochen. Und wieder wehrte er sich gegen die Hilfe der Sanitäter, die daraufhin die Polizei riefen. Später habe der Mann auch eine Notärztin beschimpft, eine Neurologin beleidigt, wild um sich geschlagen und gebissen, zitiert Landgerichtssprecher Felix Muntschick aus der Anklageschrift.

Einen weiteren schlimmen Vorfall mit dem offenbar ziemlich renitenten Lehrter gab es am 28. April 2015. Damals wurde die Polizei zur Wohnadresse des heute 25-Jährigen gerufen. Er misshandele seine Mutter, hieß es in dem Notruf. Als die Beamten eintrafen, soll der Mann dann vollends ausgeflippt sein. Die Haustür drückte er ruckartig zu, obwohl noch ein Polizist dort stand. Dann habe er den Ordnungshütern gedroht, „mit einem Knüppel sein Hausrecht durchzusetzen“, heißt es. Und als die Beamten schließlich doch Zutritt zur Wohnung erhielten, habe der Mann eine Schere gegriffen und gedroht, damit auf die Beamten einzustechen.

Von Achim Gückel

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