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Ratsgruppe will Migrationsrat

Lehrte Ratsgruppe will Migrationsrat

Die Ratsgruppe aus CDU, FDP und Piraten fordert angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen in Lehrte mehr Koordination der ehrenamtlichen Hilfe. Dafür solle möglichst schnell ein Migrationsrat gebildet werden.

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Ein Blick auf das Lehrter Rathaus. Knoche

Quelle: Kai Knoche

Lehrte. In dem entsprechenden Antrag der CDU/FDP/Piraten-Ratsgruppe wird von einem „dringenden Bedarf an mehr Kommunikation und Koordination“ in der Flüchtlingshilfe gesprochen. Nach der Ersthilfe mit Unterkünften gehe die eigentliche Arbeit erst richtig los, meint der Fraktionsvorsitzende der CDU im Lehrter Rat, Hans-Joachim Deneke-Jöhrens. Es geht um die Verteilung von Hilfsgütern wie Kleidung oder auch Möbel ebenso wie Sprachkurse oder Hilfe bei Arztbesuchen oder Behördengängen. Deneke-Jöhrens ist der Meinung, das Lehrte durch ständig steigende Flüchtlingszahlen vor Aufgaben gestellt werde, welche die Kommune „auf Dauer alleine nicht bewältigen kann“.

Ein Lehrter Migrationsrat soll vor allem die vorhandenen ehrenamtlichen Akteure miteinander vernetzen. Dadurch könnten Synergieeffekte entstehen. Auch einen Austausch von Dolmetschern sieht das Konzept der CDU/FDP/Piraten-Gruppe vor. Der Migrationsrat soll zudem die Stadt Lehrte im Niedersächsischen Integrationsrat vertreten.

In mehreren anderen deutschen Städten und Gemeinden gibt es bereits Migrations- beziehungsweise Integrationsräte. In diesen Gremien sind die Ehrenamtlichen genauso wie Asylbewerber, Vereine, Organisationen und die zuständigen Fachbereiche der Stadt sowie der Rat vertreten.

Der CDU/FDP/Piraten-Gruppe liegt vor allem daran, bei den steigenden Aufgaben und Anforderungen die Ehrenamtlichen weiter für ihre Arbeit zu motivieren. „Die ehrenamtliche Arbeit erfordert unsere Wertschätzung in höchstem Maße“, meint Deneke-Jöhrens.

Der Lehrter Rat wird sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 23. September, ab 18 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum mit dem Thema befassen.

SPD will eine Aktuelle Stunde

Die Situation um die Flüchtlinge in Lehrte treibt auch die SPD-Fraktion im Rat der Stadt heftig um. Sie greift jetzt zu einem sehr selten genutzten politischen Mittel und beantragt eine sogenannte Aktuelle Stunde in der Ratssitzung am Mittwoch, 23. September, ab ?18 Uhr im Kurt-Hirschfeld-?Forum. Eine Aktuelle Stunde dient in der Regel zur Debatte über ein sehr drängendes Problem. Als etwa im Jahr 2009 deutlich wurde, dass das Fachgymnasium Lehrte verlassen würde, forderten gleich drei Fraktionen eine Aktuelle Stunde (SPD, CDU/Unabhängige und Grüne).

Von Achim Gückel

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