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Freilichtmuseum Grafhorn lädt zu Zeitreise ein

Lehrte Freilichtmuseum Grafhorn lädt zu Zeitreise ein

Grafhorn ist jetzt ganz offiziell eine "Nakubi": Eine natur- und kulturhistorische Bildungsstätte. Auch Regionspräsident Hauke Jagau und der Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch als Kurator der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) waren bei der Einweihung dabei.

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Ein willkommenes Fotomotiv: Das Eisenzeithaus an der naturhistorischen Bildungsstätte Grafhorn.

Quelle: Sandra Köhler

Immensen. "Vor einem Jahr sind die ersten Baustämme geschält worden, und jetzt stehen wir hier zur Eröffnung", sagte Miersch stolz. Als Kurator sei man froh, mal ein Projekt aus dem eigenen Bereich begleiten zu können. Mit 150.000 Euro hatte sich die DBU, eine der größten Stiftungen in Europa, beteiligt.

Die gleiche Summe schoss die Region dazu. "Es ist ein tolles Projekt für die gesamte Region", lobte Jagau. Ähnlich wie der Klosterstollen Barsinghausen sei es von begeisterten Menschen angestoßen und umgesetzt worden, die sich auch nicht scheuten, es mit Schwierigkeiten aufzunehmen. 

Bereits während der Bauphase sei das Interesse groß gewesen, sagte Christian Helmreich, Betreiber des Naturfreundehauses. 6000 Menschen haben das 18 Meter lange, einem historischen Gehöft bei Barsinghausen nachempfundene Gebäude bereits besucht. 

Die Anlage solle nicht nur Freilichtmuseum, sondern auch Mitmachwerkstatt sein. Mit Workshops und mehr.  Eben "zum Anfassen und Erleben", wie es Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk formulierte. "Wir haben nicht umsonst einen großen Lehmhaufen vor der Tür, mit dem Besucher die Wände verstreichen können", sagte Helmreich: "Es ist noch nicht fertig und soll das auch nie wirklich sein."

Bei der Eröffnung sorgten Experimentalarchäologe Florian Kobbe und Ehrenamtliche, die Frühgeschichte als Hobby haben, mit Vorführungen wie Eisenverhüttung, Filzen und Feuermachen für eine anschauliche Zeitreise von der Eisenzeit in die Gegenwart.

Ein Projekt wie Grafhorn ergänze die grabende Archäologie gut, sagte Henning Haßmann vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege: "Wenn wir eine wichtige Siedlungsanlage entdecken, sieht man mitunter nur Verfärbungen im Boden. Hier können die Menschen etwas sehen und sich vorstellen."

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Von Sandra Köhler

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