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Kleines Dorf stellt Großes auf die Beine

Kolshorn Kleines Dorf stellt Großes auf die Beine

Großes Kino im kleinen Kolshorn: Beim Reitturnier des Reit- und Fahrvereins St. Hubertus sind am Wochenende 724 Reiter mit 473 Pferden gestartet - das sind viel mehr, als das Dorf Einwohner hat.

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Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Bei dem Turnier auf der Anlage Unter den Linden haben sich am Sonnabend und Sonntag in 13 Prüfungen sowohl Nachwuchsreiter als auch echte Könner gemessen. Die Jüngsten waren gerade einmal sechs, die ältesten Teilnehmer an die 60 Jahre alt. „Startberechtigt sind Reiter aus ganz Niedersachsen, aber die meisten kommen aus der Region“, sagt Pia Weymann, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Großes Kino im kleinen Kolshorn: Beim Reitturnier des Reit- und Fahrvereins St. Hubertus sind am Wochenende 724 Reiter mit 473 Pferden gestartet – das sind viel mehr, als das Dorf Einwohner hat.

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Viele Reiter sind bereits seit Jahren in Kolshorn dabei und schätzen das kleine, aber feine Turnier unter anderem für seine familiäre Atmosphäre. Die Veranstaltung hat in dem rund 400 Einwohner zählenden Dorf Tradition. Laut Vereinschef Matthias Rückert wird das Turnier seit mehr als 20 Jahren ausgerichtet.

Der 180 Mitglieder starke Verein vollbringt dafür stets eine logistische Meisterleistung. Allein für die Vorbereitungen braucht der Vorstand gut und gern 40 bis 50 Stunden. „Im Vorfeld gibt es viel Papierkram zu erledigen“, sagt Rückert. Unter anderem müssen etliche Genehmigungen eingeholt werden - nicht nur für das Turnier an sich, sondern auch für den Ausschank. Ein Tierarzt und ein Hufschmied müssen ebenso organisiert werden wie der Sanitätsdienst und Toiletten.

Mit dem eigentlichen Aufbau beginnen die Mitglieder stets zwei Tage vor dem Turnier. Auf dem Rasenplatz werden bis zu 14 Hindernisse errichtet, für die höheren Klassen gibt es sogar einen Wassergraben.

Viel Unterstützung kommt aber auch aus dem Dorf: Die Feuerwehr stellt Tische, Bänke und Helfer zur Verfügung. Kolshornerinnen steuern selbst gebackenen Kuchen bei, und die Dorfjugend packt ebenfalls mit an. „Alle arbeiten Hand in Hand“, sagt Rückert.

Beim Turnier selbst haben die Helfer ebenfalls alle Hände voll zu tun: Die Aufgaben reichen von der Turnierleitung über die Moderation bis zum Parcours-Dienst, der heruntergefallene Hindernisstangen wieder auflegt und in den Pausen den Parcours umbaut.

Die meisten Zuschauer kommen laut Weymann nachmittags. Viele Reiter haben kleine Fan-Clubs in Form von Familie und Freunden dabei. Sie machen Fotos, geben Tipps und klatschen Beifall. „Wichtig ist aber, dass es allen Spaß macht“, sagt Rückert. Und dieses Ziel wurde am Wochenende sicher erreicht.

Von Katja Eggers

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