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Immenser Jagdpächter hegen vorbildlich

Lehrte Immenser Jagdpächter hegen vorbildlich

Das ist eine große Ehre für das Revier Immensen in der Jägerschaft Burgdorf: Dessen Jagdpächter Ernst Köhler, Henning Meyer und Christian Hattendorff haben von Kreisjägermeister Eckhard Baars die Auszeichnung für Gute Hege bekommen.

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Die Revierpächter aus Immensen sowie junge Jäger aus Uetze werden von Kreisjägermeister Eckhard Baars für Gute Hege ausgezeichnet.

Quelle: privat

Immensen. Das Revier Immensen wurde auf der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Burgdorf für Gute Hege von Kreisjägermeister Eckhard Baars ausgezeichnet. Laut Baars gibt es für die Verleihung dieser Urkunde zwei entscheidende Kriterien: Eine möglichst optimale Einhaltung der Abschusspläne beim Rehwild sowie eine intensive Bejagung von Raubwild und Nutrias (Biberratten).

91 Füchse, zwei Steinmarder, zwei Baummarder, drei Iltisse, ein Hermelin, sieben Dachse, sieben Waschbären, sechs Marderhunde und zwei Nutrias - insgesamt also 119 Stück Raubwild - sind im Jagdjahr 2016/2017 im Revier Immensen erlegt worden. "Wenn wir die Beutegreifer - sogenannte Predatoren- nicht bejagen, dann gibt es bald keine Kaninchen, Hasen, Fasane und Rebhühner mehr", führt der Kreisjägermeister aus. "Die räumen die Nester aus, und fressen Eier sowie Jungvögel von Bodenbrütern."

Beim Rehwild würden 60 Prozent der Jung- und 40 Prozent der Alttiere gefordert, sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Tieren, erklärt Baars: "Wenn ein Revier diese Quote nicht einhält oder die Abschüsse übererfüllt, kommt es für die Auszeichnung nicht infrage." Anhand der Trophäen, die bei der Hegeschau ausgestellt werden, lasse sich das über Jahre nachvollziehen. Beim Raubwild gebe es dagegen keine Abschussvorgaben. Dabei gehe es vielmehr darum, den Bestand zu kontrollieren, um Niederwild und Bodenbrüter zu schützen.

Besonders problematisch seien die ursprünglich in Niedersachsen nicht heimischen Waschbären und Nutrias. "Waschbären klettern auch auf Bäume und räubern in den Nestern von Greifvögeln und Eulen", sagt Baars. Die aus der ehemaligen DDR eingewanderten Nutrias sind zwar reine Pflanzenfresser, stellten aber für Gewässerschutz und Landwirtschaft ein riesiges Problem dar. "Erwachsene Tiere wiegen bis zu 15 Kilogramm, und entsprechend groß sind die Gänge." Die gingen schon einmal bis zu 20 Meter tief in die Äcker hinein. "Und wenn da ein Trecker drüberfährt und einbricht, kann er kippen." Der Fuchs habe keine natürlichen Feinde und sei ein potenzieller Überträger von Tollwut. "Die haben wir in Niedersachsen zwar nicht mehr, aber in Polen gibt es sie noch." Dabei werfe ein weibliches Tier dreimal im Jahr vier bis sieben Junge.

Raubwildjagd: Zeitintensiv und aufwendig

Einfach anlegen und abschießen - so geht es nicht. Die Jagd auf die sogenannten Predatoren ist aufwendig und verlangt viel Fachwissen, sagt Baars. "Wer Füchse erwischen will, muss spätabends oder bei Mondschein auf den Hochsitz." Waschbären und Nutrias seien eigentlich nur mit Fallen zu fangen. "Wer die verwendet, muss eine Fortbildung absolviert haben und die Bescheinigung auch bei sich tragen", sagt der Kreisjägermeister. Es handele sich um reine Lebendfallen, die auch entsprechend kontrolliert werden: "Wenn sich dort etwa eine Wildkatze hinein verirrt, wird sie sofort wieder freigelassen." Rund 350 Euro kostet eine einzige Falle, allein im Revier Immensen werden 20 von ihnen verwendet.

Von Sandra Köhler

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