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Rot-Grün: Stopp für neue Windräder

Lehrte Rot-Grün: Stopp für neue Windräder

Geht es nach SPD und Grünen, dürfen künftig bestehende Windräder durch höhere ersetzt werden, zusätzliche Windparks wird es aber nicht geben. Die CDU hingegen schließt weitere Windradflächen nicht aus.

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Südlich der Lehrter Kernstadt gibt es einen von drei Lehrter Windparks. Investoren wollen weitere Windkraftflächen, SPD und Grüne nicht.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die Region Hannover will mehr und höhere Windräder zulassen und ihr Regionales Raumordnungsprogramm entsprechend ändern. Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Lehrter Rat will auf ihrem Stadtgebiet jedoch eine rote Linie ziehen. Der Lehrter Flächennutzungsplan soll auch künftig so wie bisher nur drei Flächen für Windenergie vorsehen. In einem Punkt herrscht Einigkeit zwischen der Region und den Lehrter Ratsfraktionen von SPD, Grünen und CDU: Die Höhenbegrenzung auf 100 Meter inklusive Rotorblätter, die im Lehrter Flächennutzungsplan festgeschrieben ist, soll fallen. Mittlerweile sind bis zu 200 Meter hohe Modelle üblich, die um ein Vielfaches effektiver sind. Im Umweltausschuss des Rates erklärten SPD, Grüne und CDU am Dienstagabend, das Ersetzen bestehender Windräder durch höhere - also das sogenannte Repowering - zulassen zu wollen.

Strittig wird es jedoch bei der Frage nach zusätzlichen Flächen. Die CDU folgte im Ausschuss einem Antrag der Mehrheit des Immenser Ortsrats: Die Stadt soll ergebnisoffen prüfen, ob neue Vorranggebiete für Windkraft nötig sind und ausgewiesen werden sollen. Dies würde Plänen von Grundbesitzern in der Ramhorst, südlich der A 2, entgegenkommen: Dort wollen Immenser ihre Flächen für den Bau neuer Windräder zur Verfügung stellen. SPD und Grüne jedoch wollen keine weiteren Flächen. Allein mit dem Repowering könne die Energieausbeute in Lehrte bereits verdreifacht werden, sagte SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann. Zusammen mit Solarenerige und Biogas könne dann der gesamte Strombedarf Lehrtes erzeugt werden. Mit noch mehr Windkraftflächen „würden wir zum Stromexporteur - und das ist nicht unsere Aufgabe“, sagte Wiechmann: „Wir erbringen schon andere Infrastrukturbeiträge: zwei Autobahnen, fünf Eisenbahnlinien, 100 Kilometer an Hoch- und Höchstspannungsleitungen, demnächst den Megahub. Das sind Beiträge, die auch zu Lehrte gehören - aber dann ist gut.“

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Von Redakteur Eike Brunhöber

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