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Rumänen schenken Flüchtlingskindern Rutsche

Lehrte Rumänen schenken Flüchtlingskindern Rutsche

Bewegung ist für Kinder eine Lebensnotwendigkeit - aber in Sammelunterkünften für Flüchtlinge ist das oft nur schwer möglich. Das Rumänische Rote Kreuz hat Kindern in der Lehrter Sammelunterkunft an der Everner Straße deshalb eine Rutsche gespendet. Derzeit wohnen in der Halle eines ehemaligen Brotlagers 120 Personen aus Irak, Syrien und Libanon.

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Die Kinder nehmen die vom Rumänischen Roten Kreuz geschenkte Rutsche gleich in Beschlag.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Lehrte. Die Überraschung ist ihnen gelungen: Vier junge Leute vom Rumänischen Roten Kreuz (RRK) haben Kindern in der Sammelunterkunft im ehemaligen Brotlager am Dienstag eine bunte Rutsche geschenkt. Gleich nachdem das neue Spielgerät aufgebaut und aufgestellt wurde, nahmen die Jungen und Mädchen das Spielgerät gleich in Beschlag, kletterten auf die Rutsche und glitten unbeschwert und mit einem Lächeln auf den Lippen hinunter.

"Die Freude der Kinder zu sehen, ist sehr schön", sagt Stefana Pop vom RRK nach der Übergabe der Kunststoff-Rutsche. Weil die vier junge Helfer vom Rumänische Roten Kreuz zufällig gerade zu Besuch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Lehrte sind, haben sie das Spielgerät den Kindern in der Halle persönlich übergeben können.

Während ihres Besuches lernen die jungen Frauen und Männer ehrenamtliche Aktivitäten das DRK kennen. "Sie übernahmen zum Beispiel am vergangenen Wochenende bei einem Sportfest den Sanitätsdienst", berichtet der Lehrter DRK-Chef Achim Rüter. "Auch beim Fuchsbau-Festival in Immensen am nächsten Wochenende sind die Rumänen im Einsatz", erläutert Rüter. Seinen Angaben nach gibt es die Kontakte zum RRK bereits seit 1993. Jedes Jahr reist das DRK dort hin und unterstützt insbesondere Menschen in den Bergdörfern mit Geld- und Sachspenden.

Im März sind die ersten Zuwanderer in die 2200 Quadratmeter große Halle eingezogen. Maximal 200 Menschen können in den 50 Wohnboxen aus Leichtbauwänden wohnen. Derzeit sind an der Everner Straße 120 Flüchtlinge aus dem Irak, Libanon und Syrien untergebracht. "Überwiegend Familien leben hier, und lediglich zehn Einzelpersonen", sagt Olaf Bartels, Einrichtungsleiter des Malteser Hilfsdienstes.

Die Caritas versieht dort die sozialen Dienste. Unterstützt werden sie von dem Netzwerk Lehrte hilft. Barbara Neumann vom Netzwerk stellt zweimal die Woche eine Kinderbetreuung auf die Beine, weil derzeit in Lehrter Kindergärten kein Platz mehr frei ist.

Indes sucht die Caritas noch ehrenamtliche Helfer, die bei der Hausaufgabenhilfe mithelfen. Wer Interesse an der Aufgabe hat, kann sich unter Telefon (0 15 78) 171 02 89, im Büro Lehrte hilft unter (0 51 32) 33 11 sowie im Internat per E-Mail an buero@lehrte-hilft.de melden.

Von Katerina jarolim-vormeier

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