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Ein Großaufgebot probt den Ernstfall

Lehrte Ein Großaufgebot probt den Ernstfall

Die Feuerwehr hat am Donnerstagabend im alten Lehrter Dorf mit einem riesigen Aufgebot für den Ernstfall geübt. Dabei mussten elf vermeintlich verletzte Menschen aus einem brennenden Bauernhof gerettet werden. Künstlicher Rauch und täuschend echt geschminkte Komparsen gaben der Übung einen realistischen Anstrich.

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Ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten übt in einem täuschend echten Szenario im alten Lehrter Dorf den Ernstfall.

Quelle: Gückel

Lehrte. Die zuvor streng geheim gehaltene Alarmübung war bis ins kleinste Detail vorbereitet. Gegen 19.15 Uhr ging die Nachricht vom vermeintlichen Brand im alten Dorf zunächst an die Ortsfeuerwehren von Lehrte und Steinwedel raus. Schon wenige Minuten später trafen die ersten Retter an dem Hof an der Osterstraße ein.

Die Übung sah dort folgendes Szenario vor: Ein Brandstifter hat eine Scheune direkt an der Durchgangsstraße angezündet. Die Flammen greifen schnell auf eine Halle des benachbarten Bauernhofs über, in der Geräte und Holzschnitzel lagern. Auch benachbarte Stallungen und ein Reitstall fangen Feuer. Dort ist gerade eine Reitschule mit Kindern aktiv. Insgesamt elf Menschen gilt es zu retten - viele von ihnen schwer verletzt und panisch. Die verwinkelten und eng beieinander stehenden Gebäude des Hofes geben den Einsatzkräften noch zusätzliche Probleme auf.

Gegen 19.45 Uhr rücken die Feuerwehren aus Ahlten und Aligse zur Verstärkung an. Die Osterstraße ist abgesperrt, Scheinwerfer und Rundumleuchten erhellen das Dunkel. Viele Schaulustige stehen an den Straßen: Die Übung ist für sie kaum als solche zu erkennen, so realistisch erscheint das Szenario.

Fachleute vom Deutschen Rote Kreuz hatten zuvor die vermeintlich Verletzten aufwendig geschminkt - unter anderem mit aufgemalten Brandwunden. Die Komparsen, darunter auch mehrere Kinder, machen ihre Sache besonders gut, wimmern und schreien, rufen um Hilfe. Das solle die Retter zusätzlich in Stress bringen, um die Übung so realitätsnah wie möglich zu machen, heißt es. Die Geretteten müssen schließlich auf der Wiese am Lindenberg betreut werden.

"Genau darum geht es uns bei dieser Übung. Die Komparsen sollen an der Einsatzsstelle nicht nur gefunden, sondern auch versorgt werden", sagt Silvio Fraterrigo von der Lehrter Feuerwehr.

Schließlich sind bei der Übung etwa 100 Feuerwehrleute sowie Helfer vom Rettungsdienst im Einsatz. Erst nach 21 Uhr kehrt im alten Dorf wieder Ruhe ein. FRaterrigo zieht indes ein positives Fazit: "Die Übung klappte richtig gut."

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Von Achim Gückel

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