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SPD fordert kostenlose Fahrtickets für Schüler

Programm für Kommunalwahlkampf SPD fordert kostenlose Fahrtickets für Schüler

Im September wählen Städte und Gemeinden in der Region Hannover neue Parlamente. Die SPD will wieder stärkste Partei werden. Dabei setzen die Genossen auch auf eine zuletzt sehr umstrittene Idee der Jusos.

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Hannover Regionspräsident Hauke Jagau im Gespräch mit der HAZ.

Quelle: Rainer Surrey

Lehrte. Die SPD wird den Kommunalwahlkampf in den nächsten Monaten auch mit der Forderung bestreiten, Schülern aus der Region Hannover kostenlose Fahrten mit dem Nahverkehr zu ermöglichen. Die Jusos hatten die Debatte darüber angestoßen, der Wahlparteitag der regionalen SPD am Sonnabend in Lehrte folgte diesem Gedanken. In der Öffentlichkeit war diese Idee sehr kontrovers diskutiert worden. Unterbezirkschef-Chef Matthias Miersch unterstützte das Ansinnen der Jugendorganisation am Sonnabend, versteht die Forderung nach Freifahrtscheinen jedoch als eine Idee, deren Umsetzung Zeit brauche. "Man darf sich auf den Weg machen, wir müssen auch über den Tellerrand schauen", sagte Miersch im Karl-Hirschfeld-Forum in Lehrte. Er könne sich vorstellen, dass kostenlose Tickets für S-Bahnen, Busse und Stadtbahnen im Großraum zunächst von freitags bis sonntags gelten könnten. Regionspräsident Hauke Jagau unterstützte die Jungsozialisten im Grundsatz, erinnerte Genossen in Lehrte aber daran, dass diese Idee auch unter wirtschaftlichen Aspekten diskutiert werden müsse. Ohne finanziellen Ausgleich könnte diese SPD-Forderung an die 30 Millionen Euro kosten.

Die Sozialdemokraten wollen bei der Kommunalwahl am 11. September in Städten und Gemeinden stärkste Kraft in der Region werden. Dazu will die SPD in den nächsten Monaten deutlich machen, was in den vergangenen Jahren erreicht worden sei. Jagau nannte in seiner Rede etwa den gut ausgebauten Nahverkehr mit einem barrierefreien S-Bahn-System, die Kliniken und das Wohnungsbauprogramm, das er jedoch gerne forciert sähe. Es gehe darum, mehr bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringen Einkommen zu schaffen. Jagau sagte am Rande der Veranstaltung, die SPD müsse den Menschen während des Wahlkampfes klar machen, "welche Lebensqualität und welche Sicherheit wir in der Region haben". Ein wichtiges Ziel für die Zukunft ist Matthias Miersch zu Folge, die Jugendarbeitslosigkeit weiter zu senken, nach Möglichkeit "auf Null". Daran müsse die Region gemeinsam mit Unternehmen arbeiten. Das Wahlprogramm wurde einstimmig beschlossen.

Gäste auf dem Parteitag waren auch Betriebsräte von Unternehmen in regionaler Trägerschaft. Die SPD sucht über diese Verbindung die Nähe zu Beschäftigten. Ein Argument soll dabei sein, dass etwa die Üstra in den kommenden 22 Jahren vertraglich vor Privatisierungen geschützt ist. Michael Ludwig, Personalratsvorsitzender des Abfallwirtschaftsbetriebes aha, sagte vor den Delegierten: "Wir brauchen eine starke SPD."

Von Gunnar Menkens

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