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Baugebiet: SPD will Einigung mit Kleingärtnern

Lehrte Baugebiet: SPD will Einigung mit Kleingärtnern

Im Konflikt um die Kleingartenkolonie Feierabend an der Manskestraße gibt es jetzt die erste schriftliche Stellungnahme aus der Lokalpolitik. Die SPD-Abteilung der Kernstadt spricht sich darin für ein Wohngebiet auf dem Gelände aus. Sie möchte aber auch eine „einvernehmliche Lösung“ mit dem Kleingartenverein erreichen.

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Die Kleingärtner demonstrieren gegen die Wohnbebauung auf dem Gelände ihrer Kolonie.

Quelle: Elena Everding

Lehrte. Die Sozialdemokraten wollen, dass die Stadt den Laubenpiepern „bedarfsgerechte Ersatzflächen mit gegebenenfalls vorhandener Erweiterungsoption“ anbietet. Den Pächtern sei außerdem eine „angemessene Entschädigung zu gewähren“, heißt es in der Stellungnahme.

Die Sozialdemokraten der Kernstadt fordern, dass ihre Einlassung bei den in der kommenden Woche beginnenden politischen Beratungen berücksichtigt wird. Sie haben ihre Ratsfraktion aufgefordert, sich entsprechend einzusetzen.

Konkrete Vorschläge über die Lage möglicher Ersatzflächen oder die Höhe von Entschädigungen macht die Kernstadt-SPD nicht. Sie äußert aber Verständnis für die Feierabend-Kleingärtner, die mittlerweile mit einer Online-Petition und Protestmärschen um ihr grünes Refugium kämpfen. „Sie haben mit viel Fleiß und Herzblut schöne Gärten und einen großartigen Ort der Begegnung geschaffen. Selten ist ins daher eine Entscheidung so schwer gefallen“, meint Abteilungsvorsitzender Ekkehard Bock-Wegener. „Aber wir können nicht daran vorbeisehen, dass in Lehrte dringender Wohnraumbedarf besteht und dass andere geeignete, größere Flächen in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehen.“

Die Sozialdemokraten erinnern auch an ein Ziel, welches sie im Kommunalwahlkampf formuliert haben: Man wolle innerhalb von fünf Jahren 1000 neue Wohneinheiten in der Stadt schaffen, um die Krise auf dem lokalen Wohnungsmarkt zu entschärfen. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei es, Baugebiete auszuweisen. Dafür gebe das Integrierte Stadtentwicklungskonzept „fachlich fundierte Empfehlungen für Flächen“.

Und zu diesen Flächen gehöre das vom Kleingartenverein Feierabend genutzte Gelände. Es liege dicht an Schulen und Kitas und sei verkehrlich voll erschlossen. Diese Fläche an der Manskestraße sei die einzige in absehbarer Zeit zur Verfügung stehende Baufläche in der Kernstadt – und zwar bei mehr als 300 aktuellen Anfragen nach Baugrundstücken.

Von Achim Gückel

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