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SPD: Pokémon-Arena auf Friedhof muss weg

Lehrte SPD: Pokémon-Arena auf Friedhof muss weg

Die Aufregung um die Jagd nach den Mini-Monstern hat sich längst gelegt. In Ahlten ist das Spiel „Pokémon Go“ aber noch immer ein heißes Thema. Denn auf dem örtlichen Friedhof befindet sich nach wie vor eine der virtuellen Arenen des Spiels. Und die soll weg, fordert die SPD jetzt erneut.

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Die virtuellen Pokémon-Wesen gehören nicht auf einen Friedhof, meint die Ahltener SPD.

Quelle: Warner

Ahlten. Der Pokémon-Hype hatte im Juli seltsame Blüten getrieben: An allen möglichen und unmöglichen Orten suchten die Fans des Spiels nach den virtuellen Figuren. In Ahlten kam es sogar so weit, dass Pokémon-Fans kurzerhand mit einem Auto auf das Friedhofsgelände fuhren, weil sich dort eine Spielarena befindet. Die jungen Spieler bekamen nicht nur Ärger mit der Polizei, sondern anschließend griff auch Ahltens SPD ein. Die schrieb an das Unternehmen Niantic, welches „Pokémon Go“ betreibt, und forderte die Verlegung der Arena vom Friedhof an eine andere Stelle.

Mehr als vier Monate und mehrere weitere Eingaben der SPD an Niantic später hat das Unternehmen nun geantwortet. In der kurzen E-Mail hieß es nach Angaben von Timo Bönig, Vorsitzender der SPD-Abteilung, es sei noch keine Beschwerde vom Eigentümer des Friedhofsgeländes eingegangen. Daher sehe man sich auch nicht veranlasst, die umstrittene Arena zu verlegen.

Das verärgert die Sozialdemokraten enorm. In der jüngsten Ortsratssitzung hat Mike Hoppmann die Stadt aufgefordert, eine Beschwerde an Niantic zu übermitteln, denn der Friedhof gehört der Stadt. Der gesamte Ortsrat schloss sich diesem Ansinnen an. „Es geht hier um die Ruhe auf dem Friedhof und die fehlende Angemessenheit für eine solche Spieleinrichtung an dieser Stelle“, meint Bönig, der auch Vize-Ortsbürgermeister ist. Er spricht auch von „Auswüchsen moderner Unterhaltungstechnologien“.

Bei der Stadt ist man indes ein wenig überrascht angesichts der Forderung aus Ahlten. Man habe schon lange keine Beschwerden mehr über Pokémon-Sucher auf dem Ahltener Friedhof vernommen, sagt Sprecher Fabian Nolting. Gleichwohl werde die Verwaltung nun dem Wunsch nachkommen und Niantic anschreiben.

Von Achim Gückel

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