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Schlafender Fernfahrer bei Lehrte mit Gas betäubt und ausgeraubt

Überfall auf Autobahnparkplatz Schlafender Fernfahrer bei Lehrte mit Gas betäubt und ausgeraubt

In der vergangenen Nacht zwischen 0.00 und 6.00 Uhr ist ein schlafender Lkw-Fahrer auf dem Parkplatz der Raststätte „Lehrter See“ an der Autobahn von Unbekannten beraubt worden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

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Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Lehrte. Ermittler aus Hannover und Göttingen sind gemeinsam einer dreisten Verbrecherbande auf der Spur. Die Täter haben es auf schlafende Fernfahrer abgesehen, die die Nacht in ihren Fahrzeugen auf Rastanlagen verbringen. Offenbar leiten die Räuber Betäubungsgas in das Innere der Kabinen. Anschließend brechen sie die Fahrertür der Brummis auf und erbeuten seelenruhig Kreditkarten, Handys und andere Wertgegenstände.

Ein 38-Jähriger, der seine Zugmaschine samt Anhänger am Dienstag gegen Mitternacht auf der Raststätte „Lehrter See“ geparkt hatte, wurde zuletzt Opfer der Bande. Gegenüber den Beamten hatte der Mann angegeben, sich stark benommen gefühlt zu haben, als er am Morgen aufwachte und die Tat entdeckte. Die Kripo untersuchte das Fahrzeug daraufhin genauer und stieß auf eine Beschädigung an der Fensterdichtung der aufgebrochenen Tür. Möglicherweise ist das Betäubungsmittel auf diese Weise eingeleitet worden. Unklar ist bislang, um was für einen Stoff es sich dabei handelt. Der 38-Jährige musste eine Blut- und Urinprobe abgeben. Die Flüssigkeiten sollen im Labor auf auffällige Rückstände hin untersucht werden. Die weiteren Ermittlungen auf der Raststätte ergaben, dass die Täter auch versucht hatten, einen weiteren Sattelzug aufzubrechen. Auch in diesem Fall waren Fensterabdichtung und Fahrertür beschädigt. Der 29-jährige Fernfahrer gab zu Protokoll, er habe zwischen 2 und 3 Uhr verdächtige Geräusche rund um seinen Wagen vernommen, sei ihnen aber nicht weiter nachgegangen.

Bereits am Montag waren ähnliche Fälle auf Rastanlagen entlang der Autobahn 7 im Zuständigkeitsbereich der Göttinger Polizei gemeldet worden. Die Täter brachen insgesamt sechs Lastwagen auf und flüchteten unerkannt mit den Wertgegenständen der Fahrer. Zwei der Opfer klagten über Schwindelgefühle und Übelkeit, mussten sogar ärztlich versorgt werden, sodass auch in diesen Fällen der Verdacht besteht, dass sie betäubt worden sind. Die Ermittler vermuten, dass die Täter ihren Beutezug über die A 7 zur A 2 fortgesetzt haben. „Sie gehen ein hohes Risiko ein, denn schließlich ist auf einem Rasthof immer etwas los“, sagte Frank Federau, der Sprecher vom Landeskriminalamt (LKA).

„Im Frühjahr 2008 hat es bei uns eine ähnliche Serie gegeben“, erinnerte sich Joachim Lüther von der Göttinger Polizei. Die Fälle damals konnten bis heute nicht aufgeklärt werden. Auch dem Landeskriminalamt sind ähnliche Taten bekannt. „Bislang konnte in keinem der Fälle die Verwendung eines Betäubungsmittels nachgewiesen werden“, sagte LKA-Sprecher Frank Federau. Die Polizei sucht dringend Zeugen, die insbesondere auf der Lehrter Rastanlage verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Nummer 0511-1095555 entgegen.

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