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Ärger über Straßensanierung

Lehrte Ärger über Straßensanierung

Die Stadt hat jetzt begonnen, die Straßenschäden zu sanieren. Für Diana Becker ist das viel zu spät. Sie hatte bereits im Februar auf massive Schlaglöcher in Hämelerwald hingewiesen. Jetzt fordert sie die Stadt auf, die Kosten für einen Schaden an ihrem Auto zu übernehmen.

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An der Bernsteinstraße wurde vor wenigen Tagen schon geflickt.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Lehrte. Die Hämelerwalderin Diana Becker ist verärgert. Schon Anfang Februar hatte sie einen Bürgertipp zu dem Schlaglöchern und den Rissen in der Falkenberger Straße bei der Stadt Lehrte abgegeben. Weiterhin wies sie auf Schäden in der Bernsteinstraße, Heinrich-Kobbe-Straße und der Dessauer Straße hin.

"Die Schäden waren so massiv, das konnte nicht mehr lange so bleiben", sagt Becker. Sie berichtet von mehreren Zentimeter großen Löchern in der Asphaltdecke. "Meiner Meinung nach ist die Stadt Lehrte ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht genügend nachgekommen", meint Becker. Wochenlang passierte nichts. Sie habe sich in einem der großen Schlaglöcher schließlich ihren Reifen kaputtgefahren, sagt Becker.

Erst als Diana Becker der Stadt eine Rechnung über einen Ersatz ihres Winterreifens schickte, reagierten die Mitarbeiter der Stadt. Vor wenigen Tagen wurden nun die gröbsten Schäden in Hämelerwald saniert. Auf ihren Brief und die Rechnung hat Becker bis heute keine Antwort, lediglich eine sogenannte Eingangsbestätigung liegt ihr vor.

Für Fabian Nolting ist das Vorgehen der Stadt bei den Straßenarbeiten nicht ungewöhnlich. "Wir können die Straßen erst flicken, wenn der Frost wirklich raus ist", sagt er. Vorher machten Arbeiten am Asphalt einfach keinen Sinn. Die Arbeiten seien nun aufgrund der Temperaturen erst jetzt möglich. "Wirklich gefährliche Stellen sichern wir zwischenzeitlich, indem wir sie absperren", meint Nolting. Dabei gehe es aber um Löcher mit weit mehr als 10 Zentimetern Tiefe.

Die Stadt nimmt dafür auch Bürgertipps auf. "Wir sind dankbar für Hinweise, um gezielt vorgehen zu können", sagt Nolting. Darüber hinaus befahre ein Team der Stadt täglich die Lehrter Straßen und besichtige deren Zustand. "Nach dem Winter ist da immer viel zu tun", sagt Nolting.

Die zuständigen Mitarbeiter könnten aber nicht alle Schäden auf einmal flicken. "Wir setzen natürlich Prioritäten, ansonsten arbeiten wir die Schäden jetzt sukzessive ab", meint Nolting.

Zum Anspruch auf die Kostenerstattung des Reifens, wollte sich Nolting nicht äußern. Generell beschäftige sich die Stadt auch mit solchen Einzelfällen. Um einen Anspruch zu erwirken, müsse allerdings bewiesen klar sein, dass die Stadt ihre Verkehrssicherungspflicht vernachlässigt habe, erklärt Nolting.

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An der Uckermarkstraße gibt es nach dem Winter noch einzelne Schlaglöcher.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper
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