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Stille Betroffenheit in der Stadt

Lehrte/Hannover Stille Betroffenheit in der Stadt

Das furchtbare Unglück, bei dem in der Nacht zum Dienstag drei junge Menschen aus Lehrte auf den Bahngleisen in Hannover-Kleefeld von einem Güterzug überrollt und getötet wurden, löst tiefe und stille Betroffenheit aus. „In Gedanken sind wir bei den Hinterbliebenen“, sagt Bürgermeister Klaus Sidortschuk.

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Spurensuche nach dem Tod dreier Menschen.

Quelle: Foto:Christian Elsner HAZ / NP

Lehrte. Die Nachricht vom schrecklichen und nach wie vor rätselhaften Tod der drei jungen Leute verbreitete sich seit Dienstagabend wie ein Lauffeuer in den Lehrter Gruppen auf Facebook. Während die Polizei bislang nur offiziell bestätigt, dass es sich bei zwei der Unfallopfer, einer 20-Jährigen und einem 18-Jährigen, um Lehrter handelt, kannten manche Facebook-Nutzer offenbar auch die dritte Person. Alle drei seien Lehrter, heißt es. Mancher schreibt, er habe die Unfallopfer gekannt, viele bringen spontan ihre Erschütterung und ihre Trauer zum Ausdruck. „Sie waren alle noch so jung“ und „Warum gerade ihr?“, ist dort neben vielen Beileidkundgebungen zu lesen.

Auch Bürgermeister Klaus Sidortschuk äußerte sich und tat das sicher stellvertretend für viele Bürger der Stadt: „Ich bin sehr betroffen, dass drei so junge Menschen ihr Leben lassen mussten“, sagte er. In Gedanken sei man nun bei den Hinterbliebenen.

Die drei jungen Leute waren in der Nacht zum Dienstag am hannoverschen S-Bahnhof Karl-Wiechert-Allee von einem Güterzug erfasst und getötet worden. Wie es zu dem Unglück kam, ist weiterhin unklar. Medienberichte, wonach die Frau und einer der Männer nackt gewesen sein sollen, will die Polizei nicht kommentieren. Auch zur Identität des zweiten Mannes will sie sich ungeachtet der in sozialen Medien kursierenden Kommentare noch nicht äußern. Untersuchungsergebnisse, ob und wie viel Alkohol oder Drogen die drei vor dem Unglück konsumiert haben, stehen derzeit noch aus.

Von Achim Gückel und Isabell Christian

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