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Schulsozialarbeit: 100 Schüler demonstrieren

Lehrte Schulsozialarbeit: 100 Schüler demonstrieren

Mehr als 100 Schüler haben am Donnerstagnachmittag auf dem Rathausplatz demonstriert. Mit bunten Plakaten setzten sie sich für den Erhalt der Schulsozialarbeit in Lehrte ein. Der Stadtschülerrat überreichte Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk dazu eine Liste mit mehr als 100 Unterschriften.

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Schüler der allgemeinbildenden Schulen demonstrieren auf dem Rathausplatz für den Erhalt der Schulsozialarbeit in Lehrte.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die Schüler hielten Plakate mit Aufschriften "Wir brauchen unsere Schulsozialarbeiter" und "Ohne Sozialarbeit geht die Jugend zugrunde" in die Höhe. "Wir sehen nicht ein, dass die Schulsozialarbeit in Lehrte eingestrichen werden soll", erklärte Oliver Schilling, Sprecher des Stadtschülerrates. Er kritisierte, dass es in Lehrte derzeit nur einen einzigen Schulsozialarbeiter gibt, jenen an der Haupt- und Realschule, und drei Schulsozialarbeiter ihre befristeten Verträge mit der Stadt unlängst gekündigt haben, um unbefristete Stellen anzunehmen.

Sidortschuk begrüßte das Engagement der Schüler. "Es ist großartig, dass Sie Flagge zeigen", sagte er zu ihnen. Noch besser hätte er es aber gefunden, wenn die Schüler auf Facebook nicht nur "Erhalt der Lehrter Schulsozialarbeit" gepostet, sondern der Stadt dort auch noch gedankt hätten. "Und zwar dafür, dass wir die Schulsozialarbeit in der Vergangenheit allein finanziert haben, obwohl das eigentlich Aufgabe des Landes ist", sagte der Bürgermeister.

Bisher hat die Schulsozialarbeit die Stadt 150.000 Euro im Jahr gekostet, künftig werden es immer noch 100.000 Euro sein. Auch Lehrte liege sehr daran, dass die Schulsozialarbeit erhalten bleibe, sagte Sidortschuk. Unter dem Strich schieße die Stadt aber immer noch so viel Geld zu, dass die Schulsozialarbeit in Lehrte nicht reduziert, sondern sogar noch ausgebaut werde.

Die drei freien Stellen will die Stadt erneut ausschreiben. Es werden aber wieder befristete Stellen sein. "Aber wir bezahlen besser als das Land", betonte Sidortschuk. Dass Schulsozialarbeiter sich trotzdem lieber unbefristete Stellen suchen, können man ihnen nicht verübeln.

Sidortschuk ermunterte die Schüler, ihre Forderungen an den Landesschülerrat weiterzugeben.

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Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk diskutiert mit Oliver Schillin, dem Sprecher des Stadtschülerrates.

Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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