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Frische Farbe für die Flüchtlingsunterkunft

Lehrte Frische Farbe für die Flüchtlingsunterkunft

Die Flüchtlingsunterkunft auf dem früheren Gelände der Stadtwerke an der Manskestraße hat viel frische Farbe bekommen. Zehnt- und Elftklässler der IGS Lehrte haben dort in einer Projektwoche zum Thema Integration mit den Bewohnern Außenwände und Pflastersteine bemalt.

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Bunt statt grau: Niklas Lakemann (von links) und Lisa Strecker malen mit Abdi Abdilahi, Awet Selemun und Mohamed Adam die Wände der Flüchtlingsunterkunft an.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Die einst graue Fassade der Unterkunft leuchtet jetzt in bunten Farben. Flüchtlinge und Schüler haben dort unter anderem die Nationalflaggen von Somalia, dem Sudan und Deutschland aufgemalt. "Das sind die Farben von meinem Heimatland" sagte Abdi Abdilahi und zeigte auf einen fünfzackigen weißen Stern auf blauem Grund. Der 22-Jährige hat in Somalia als Tischler gearbeitet. "Ich mag Farbe", sagte er und lachte.

Blumen und Schmetterlinge zieren die Nachbarwand. Direkt daneben haben alle Teilnehmer des Projektes mit Farbe ihre Handabdrücke hinterlassen. Eine Gruppe hat zudem Pflastersteine am Boden mit Regenbogenfarben verschönert. Alles in allem haben in der Projektwoche zum Thema Integration 20 Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) und etwa 15 Flüchtlinge mitgewirkt, unter ihnen sowohl Erwachsene als auch Kinder.

Die Schüler sollten sich verschiedene Aktivitäten mit Flüchtlingen überlegen und diese gemeinsam in kleinen Gruppen umsetzen. Es wurde nicht nur gemalt, sondern auch gemeinsam gekocht, gegrillt sowie Frisbee und Fußball gespielt. Eine Gruppe pflanzte Blumen und Tomaten, Zuccini, Karotten und Gurken im Gemüsebeet an.

"Das Gute ist, dass die Flüchtlinge bei den gemeinsamen Aktionen Deutsch sprechen können", erklärte Meryem Kirli, Sozialarbeiterin der AWO, die die Flüchtlingsunterkunft an der Manskestraße betreut. Die Projektwoche diente zudem dazu, Flüchtlinge und Deutsche miteinander in Kontakt zu bringen und Hemmschwellen sowie Vorurteile abzubauen.

"Unsere Schüler waren mitunter unsicher, wie sie sich den Geflüchteten gegenüber verhalten sollen. Einige sorgten sich, dass vielleicht die männlichen Flüchtlinge Probleme mit deutschen Frauen hätten", sagte IGS-Lehrerin Ute Brook. Die Unsicherheit sei jedoch schon nach kürzester Zeit verflogen gewesen. "Flüchtlinge und Schüler haben sich auf Anhieb verstanden und zum Beispiel gleich Musik ausgetauscht", sagt Kirli.

Eine erste Projektwoche mit Flüchtlingen von der Manskestraße hatte es bereits im Vorjahr gegeben. Eine Kooperation besteht zudem über die Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus". Brook ist mit ihren AG-Schülern einmal im Monat in der Unterkunft, um dort mit den Flüchtlingen zu spielen oder Waffeln zu backen.

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Von Katja Eggers

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