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Schüler sollen aufs Elterntaxi verzichten

Hämelerwald Schüler sollen aufs Elterntaxi verzichten

Viele Erstklässler aus Hämelerwald gehen zu Fuß zu ihrer Grundschule Am Hainwald. Dies wurde vom Kultusministerium am Donnerstag belohnt - mit einem Verkehrssicherheitstag für die ganze Schule. Dabei stand nicht nur Klettern an einer neun Meter hohen Kletterwand auf dem Programm, sondern auch das Verhalten im Straßenverkehr.

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Unterhaltsames Verkehrssicherheitstraining mit Karl-Heinz Pinkpank vom ADAC.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Lehrte. Karl-Heinz Pinkpank vom ADAC erklärte den Schülern spielerisch und mit Musik, wie sie am sichersten eine Straße überqueren und wo sie beim Zebrastreifen am besten warten. Am Fahrradsimulator sollten Viertklässler zudem Gefahren schnell erkennen und rechtzeitig bremsen.

Draußen auf dem Schulhof gab es Aktionen wie einen neun Meter hohen Kletterturm, der viel Aufmerksamkeit auf sich zog, und eine Ernährungsberaterin, die die Kinder mit Erfrischungsgetränken versorgte. Auch die Lehrter Kontaktbeamtin Imke Wolff informierte an einem Stand über richtiges Verhalten im Verkehr. Die Grundschüler durften sich an allen Stationen ausprobieren.

Tipps der Polizei

Damit Kinder allein zur Schule gehen können, sollte der Schulweg bekannt sein. „Am besten mit dem Kind schon vor Schulstart den Weg ein paar Mal gemeinsam gehen“, sagt Torsten Witt von der Polizeiinspektion Burgdorf. Dabei sollte man sich ruhig auch mal in die Position eines Kindes versetzen. So könne man Gefahrenpunkte besser erkennen und sichere Überwege wie Ampeln oder Zebrastreifen erfassen. „Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste“, ergänzt Witt. Ein wichtiger Punkt sei auch das Thema Kleidung. „Die Kinder müssen sichtbar sein, etwa mittels Reflektoren.“ Außerdem sollte es alternative Wege zur Schule geben. „Wenn es mal eine Baustelle gibt, hat das Kind einen anderen sicheren Weg“, sagt Witt. Auch sogenannte Rettungsinseln – Punkte, an denen sich Kinder sicher fühlen und Hilfe bekommen – sind wichtig. Das könne etwa ein vertrauter Laden oder Kiosk in der Nähe sein. Witt plädiert in jedem Fall dafür, zu Fuß zu gehen. Man könne die Grundschüler auch mit dem Auto zu einem bestimmten Treffpunkt in der Nähe der Schule bringen, zum Bispiel zu einem Schulfreund oder einem Parkplatz. Von dort könnten dann Schüler auch gemeinsam zur Schule starten.

Der Verkehrssicherheitstag ist eine Belohnung für den Landessieg bei der Aktion Zur Schule - möglichst zu Fuß. Rund 50 Grundschulen aus ganz Niedersachsen hatten sich an dem Wettbewerb des Kultusministeriums beteiligt. Die zurückgelegten Schülerstrecken wurden in einem Tagebuch dokumentiert. „Es geht darum, dass Kinder auf das Elterntaxi verzichten und sich bewegen“, sagt Torsten Witt von der Polizeiinspektion Burgdorf, der die Aktion organisierte. Erlebnisse im Straßenverkehr seien notwendig, um Gefahren richtig einschätzen und sich sicher bewegen zu können, meint Witt.

Konrektor Jann Scharrenweber freute sich über die Aktivitäten an seiner Schule: „Das ist eine tolle Aktion. Wir sind stolz, dass wir als kleine Schule bei dem Wettbewerb gewonnen haben.“ Im nächsten Schuljahr will Scharrenweber die neuen Erstklässler und ihre Eltern wieder für die Teilnahme an dem Wettbewerb begeistern.

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