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Ein Fest mit einer politischen Botschaft

Lehrte Ein Fest mit einer politischen Botschaft

Von Freitag bis Sonntag hat der Schützenverein Immensen seine am Wochenende proklamierten Majestäten gefeiert. Vom Zapfenstreich über den Umzug am Sonnabend bis hin zum Aufhängen der Scheiben am Sonntag ziehen die Schützen eine positive Bilanz. Auch Schausteller Musiolek zeigte sich zufrieden.

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Politisches Statement: Die Immenser Bierpumpen sorgen sich um die Milchbauern.

Quelle: Michael Schütz

Immensen. So ein Traktorgespann erregt in einem Umzug Aufsehen. Also kann man es auch gut für politische Botschaften nutzen. Das dachten sich jedenfalls die Immenser Bierpumpen am Wochenende, als sie die unterschiedlichen Umzüge beim Schützenfest begleiteten. An der Seite des Anhängers hatte die Gruppe den Spruch "Die Milchkuh ist sauer, zu wenig kriegt der Bauer" gepinselt. "Wir wollten mal keine lokale Botschaft wie zum Ausbau der Straßen oder zum fehlenden Dorfladen machen", sagte Wilhelm Giere von den Bierpumpen. Außerdem seien sie aus der Landjugend hervorgegangen, sodass sie sich der Landwirtschaft noch verbunden fühlten.

In erster Linie ging es am Wochenende aber um die neuen Majestäten des Schützenvereins. Sie wurden zwar schon vor Wochenfrist verkündet, aber eine fehlte noch. Die hatten sich die Schützen bis zum Königsessen am Sonntag aufgespart. Alle fünf Jahre dürfen alle, die bereits einmal Majestät waren, auf den Kaisertitel schießen. Das Rennen machte dieses Mal Ulrike Giere.

Regelmäßig zeigten sich die Schützen der Dorfbevölkerung, etwa beim Umzug am Sonnabend oder beim Scheibenaufhängen am Sonntag. Beim Umzug war der Zuspruch der Zuschauer noch durchaus gut. Am Sonntag allerdings hielt sich das Interesse in Grenzen. "Es ist Ferienzeit", fand Brigitte Bialkowski. Sie hatte sich Stühle an die Bauernstraße gestellt, um gemeinsam mit Erna Hattendorf und Edith Schneider die Schützen vorbeiflanieren zu sehen. "Die meisten sind im Urlaub."

Zufrieden zeigte sich Ingo Musiolek. "Auf dem Dorf geht das Interesse an Schützenfesten nicht so rapide zurück wie in der Stadt", sagte der Schausteller in der dritten Generation. Der Arpker, der mit seinem Bruder Wilhelm für Fahrgeschäfte, Zeltbewirtung und Buden zuständig ist, hält die Bindung auf dem Dorf für den entscheidenden Faktor. "Wenn man beim Fest nicht dabei ist, macht das hier noch eher die Runde als in der anonymen Stadt."

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Von Michael Schütz

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