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Mensa: Kostenexplosion verärgert Schulausschuss

Lehrte Mensa: Kostenexplosion verärgert Schulausschuss

Das hat den Schulausschuss massiv verärgert: Für den geplanten Neubau einer Mensa im Schulzentrum Süd hat das Architektenbüro drei Varianten vorgelegt, die jeweils rund 4,1 Millionen Euro kosten - eine Million mehr, als das Gremium als Obergrenze festgelegt hat.

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Die Mensa für das Schulzentrum Lehrte-Süd soll vor dem Haupteingang auf dem heutigen Parkplatz im Vordergrund gebaut werden.

Lehrte. Die Mitglieder des Schulausschusses machten große Augen, als ihnen Prof. Kay Marlow vom Büro Mosaik Architekten aus Hannover die Kosten für die Entwürfe vorlegte - mehr als 30 Prozent über der festgelegten Grenze. "Ich bin sehr verärgert über diese Vorlage", sagte Ralf Wengorsch (Gruppe CDU-FDP-Piraten). Das Architekturbüro habe ohne Rücksprache einfach zu Ende geplant, obwohl die Entwürfe viel zu teuer seien.

Da griff auch Bürgermeister Klaus Sidortschuk in die Diskussion ein - vor allem vor dem Hintergrund der um 13 Millionen Euro eingebrochenen Gewerbesteuer und der deshalb verhängten Haushaltssperre. "Diese Entwürfe würde ich nicht unterschreiben", betonte Sidortschuk.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Bodo Wiechmann wollte wissen, woher die Kostensteigerung von einer Million Euro komme. "Eine Mensa, die auch Veranstaltungsraum ist, ist extrem schwierig", entgegnete Marlow. Der Ausschuss habe mehr Quadratmeter und weitere Anforderungen wie etwa eine Vollküche gefordert. Das alles unter einen Hut zu bringen, sei ein Problem wie mit der "eierlegenden Wollmilchsau." Ausschussmitglied Jürgen Kelich (CDU) warf die Frage ein, ob man dann nicht vielleicht das Anforderungsprofil, das eine Lenkungsgruppe des Ausschusses erarbeitet hatte, abspecken müsse. Dem wollte der Ausschuss aber erst einmal nicht folgen.

Die Entwürfe für die Mensa selbst, die vor dem Schulzentrum auf dem heutigen Parkplatz gebaut werden soll, fanden die Mitglieder ansprechend. Sie soll Platz bieten für 300 Schüler beim Essen und für bis zu 600 Menschen bei Veranstaltungen. Kernstück ist eine Mittelbühne für das Darstellende Spiel, sodass zwei abteilbare und auch für kleinere Veranstaltungen nutzbare Räume entstehen. Die Idee geht auf den berühmten Architekten Walter Gropius zurück, der diese bereits 1925 für die Aula im Bauhaus Dessau gebaut hatte. Die Raumteilung sei gut, befanden auch Vertreter von IGS und Realschule. Die Mittelbühne findet die Realschule dagegen nicht so gut, während die IGS sie spannend nannte.

Maren Thomschke (SPD) berichtete noch über Anwohnersorgen, dass es an der Südstraße eng werde, wenn der Schulparkplatz wegfalle und Lehrer und Schüler dort parkten. Das sei kein Problem, sagte Eckhard Otto, Fachdienstleiter Schule, Sport und Kultur. An der Vierfeldhalle stünden fußläufig genügend Stellflächen zur Verfügung.

Von Oliver Kühn

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