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Kommunen brauchen jetzt Sozialwohnungen

Lehrte/Sehnde Kommunen brauchen jetzt Sozialwohnungen

Die Zahl der Flüchtlinge ist längst nicht mehr so hoch wie im vergangenen Jahr. Dafür müssen die Kommunen jetzt viele Menschen unterbringen, deren Asylantrag genehmigt wurde - nun wächst der Druck bei Sozialwohnungen. Die Stadt Sehnde und das kommunale Wohnungsunternehmen KSG Hannover haben ihre Baupläne bereits anpasst.

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An der Elbinger Straße in Sehnde will die KSG Hannover ein Gebäude mit Sozialwohnungen bauen.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte/Sehnde. "Wir brauchen jetzt dringend Sozialwohnungen", sagt Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Zwar sei es hinsichtlich der aufzunehmenden Flüchtlinge "deutlich ruhiger geworden", dafür seien mittlerweile viele Asylanträge genehmigt: "Und diese Menschen brauchen nun Wohnungen." Da die meisten kein Einkommen haben und auf Sozialhilfe angewiesen sind, steht ihnen auch bezahlbarer Wohnraum zu. Die KSG, früher Kreissiedlungsgesellschaft, die an der Elbinger Straße ein Wohnheim für Flüchtlinge baut, hat ihr Konzept schon an die neuen Anforderungen angepasst. "Dort sollen jetzt Sozialwohnungen entstehen", sagt Lehrke.

Auch die anderen Bauaktivitäten in Sehnde werden der aktuellen Lage angepasst. So wird für das Avacon-Gelände an der Peiner Straße zwar die Baugenehmigung vorbereitet. Laut Lehrke gibt es dort aber erst einmal keinen Umbau. "Wenn es nötig sein sollte, können wir dort immer noch beginnen", meint der Bürgermeister. Auf dem Gelände des ehemaligen Bundessortenamtes in Rethmar wird indes weiter umgebaut. "Allerdings werden wir diesen Wohnraum erst einmal nicht brauchen, sagt Lehrke.

In Lehrte will die Stadt dagegen an dem Bau eines Flüchtlingswohnheims an der Tiefen Straße festhalten. "Die jetzt geplanten Wohnungen können auch später zu Sozialwohnungen umgerüstet werden", sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Zudem werden die Neuankömmlinge in Sammelunterkünften wie an der Manskestraße oder an der Everner Straße sowie in dezentralen Unterkünften - etwa in den Ortsteilen - untergebracht. Die Lage sei mittlerweile aber "insgesamt entspannt", sagt Nolting. Es kommen zwar immer noch Asylsuchende in Lehrte an, aber nicht mehr täglich. Auch in Lehrte gibt es deshalb noch freie Kapazitäten in den Flüchtlingsunterkünften - leerstehende Objekte gebe es aber nicht, sagt Nolting. Die Menschen würden nach und nach in Wohnungen vermittelt.

In Unterkünften gibt es noch Kapazitäten

In Sehnde leben derzeit 435 Flüchtlinge. Die Stadt verfügt aktuell über rund 130 freie Plätze in ihren Unterkünften. Die Quote von 162 Flüchtlingen, die bis Ende Juli ankommen sollten, hat Sehnde bereits erfüllt. Die Stadt wartet jetzt auf die Bekanntgabe der neuen Quote. In Lehrte sind seit Beginn der Flüchtlingskrise im vergangenen Frühjahr rund 1100 Asylbewerber angekommen. Von den 398 Flüchtlingen, die bis Ende Juli kommen sollen, sind schon 332 da. Auch hier gibt es noch keine neue Quote.

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