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Stadt hält trotz Protest an Wohngebiet fest

Lehrte Stadt hält trotz Protest an Wohngebiet fest

Aufgrund von "aktuell kursierenden Gerüchten und Anfragen besorgter Anwohner" zur Zukunft des Kleingärtnervereins Feierabend an der Manskestraße sieht sich die Stadt offenbar zu einer Klarstellung genötigt. Am Plan eines neuen Wohngebietes will sie aber festhalten.

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Bald ein Wohngebiet? Die Stadt will die Anlage des Kleingärtnervereins Feierabend an der Manskestraße bebauen.

Quelle: Oliver Kühn

Lehrte. "Wir stellen nochmals klar, dass die Frage, ob und was gebaut wird, in einem Bebauungsplanverfahren zu entscheiden ist", betont Stadtsprecher Fabian Nolting. Dieses Verfahren beginne erst mit dem vorgesehenen Ratsbeschluss am 19. Oktober und werde öffentlich und transparent geführt. Nolting weist darauf hin, dass in der Vergangenheit "sehr gute Erfahrungen" mit gemischten Gebieten aus Ein- und Zweifamilienhäusern, Reihen- und Mehrfamilienhäusern, Eigentum und Mietwohnungsbau gemacht worden seien: "Auch an dem Standort an der Manskestraße wird die Verwaltung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit dem Rat vorschlagen, eine ähnliche Entwicklung anzustreben."

Ein gutes Beispiel, um sich ein Bild von einer möglichen Entwicklung machen zu können, biete die Köhlerheide. Zwar sei dieses vor rund 20 Jahren entwickelte Neubaugebiet um ein Vielfaches größer als die Fläche in der Manskestraße, die dortige Situation entspreche aber den oben genannten Kriterien einer "sinnvollen Durchmischung".

Während sich die Stadt um Sachlichkeit bemüht, kochen bei den Kleingärtnern die Emotionen hoch - und sie geben sich kämpferisch. "Keine Bagger in Feierabend! Wir werden uns nicht widerstandslos unsere Gärten nehmen lassen" heißt es seit dem Wochenende auf der Internetseite des Vereins. Dessen Online-Petition haben inzwischen 246 Unterstützter unterzeichnet.

Für den Erhalt ihrer Gärten wollen die Laubenpieper auch auf die Straße gehen: Die erste Demonstration führt am Sonnabend, 8. Oktober, ab 11 Uhr vom Vereinsheim zum Kurt-Hirschfeld-Forum mit anschließender Kundgebung. Die zweite folgt am Mittwoch, 19. Oktober, ab 17.30 Uhr ebenfalls vom Vereinsheim zum Forum zur dortigen Ratssitzung.

Von Oliver Kühn

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