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Stadt regelt den Verkehr im Alten Dorf

Lehrte Stadt regelt den Verkehr im Alten Dorf

Künftig wird die Stadt Lehrte selbst bestimmen können, wer wann wie schnell durch das Alte Dorf fahren darf: Sie übernimmt die bisherige Kreisstraße 135 von der Region im Tausch gegen den Ostring. Da dieser hohen Sanierungsbedarf hat, muss Lehrte zusätzlich 220.000 Euro an die Region überweisen.

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Tempo 30 gilt schon im
Alten Dorf.
Demnächst könnte es auch ein Durchfahrtverbot für Lastwagen geben.

Quelle: Böger

Lehrte. Mit dem Bau des Ostrings inklusive Tunnel unter den Bahngleisen war von Anfang an die Hoffnung verbunden, Verkehr aus dem Alten Dorf heraushalten zu können. Doch ein Durchfahrverbot beispielsweise für Lastwagen ist auf sogenannten klassifizierten Straßen - also Kreis-, Landes- und Bundesstraßen - rechtlich problematisch. Deshalb blieb bis jetzt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 die einzige Maßnahme zur Verkehrsberuhigung auf Hagen- und Osterstraße. Wenn die Strecke zwischen Sehnder Straße und Ostring jedoch zur Gemeindestraße herabgestuft wird, hat die Stadt weitaus mehr Gestaltungsmöglichkeiten von Fahrbahnverschwenkungen oder -verengungen bis zu Durchfahrtverboten oder der Bildung von Sackgassen.

Dazu will der Rat in seiner heutigen Sitzung den Straßentausch mit Wirkung ab Jahresbeginn 2016 beschließen. Die Region hat dem bereits im Mai zugestimmt. Allerdings ist der Tunnel im Zuge des Ostrings in schlechtem Zustand. Laut Stadtsprecher Fabian Nolting muss dort neben der Fahrbahnoberfläche auch die Abdichtung erneuert werden. Die lasse Wasser durch, sodass sich unterhalb des Asphalts bereits Blasen gebildet haben. Für die Sanierung müsse der Beton freigelegt werden, sagt Nolting. Das sei sehr aufwendig und verursache Kosten von rund 380.000 Euro. Für die Reparatur der Kreisstraße würden dagegen nur 160 000 Euro veranschlagt. Die Differenz müsse die Stadt der Region bei dem Tauschgeschäft erstatten, erklärt der Stadtsprecher.

Der Bauausschuss hatte dem Projekt einmütig zugestimmt, sodass die endgültige Genehmigung des Rates als sicher gilt, zumal das erforderliche Geld bereits im Haushalt für dieses Jahr eingeplant ist.

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