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Stadt: Führungspositionen sind in Männerhand

Lehrte Stadt: Führungspositionen sind in Männerhand

Männer besetzen Führungspositionen, Kitas sind in Frauenhand: Obwohl sich bei der Stadt in Sachen Gleichstellung schon einiges getan hat, sind sowohl Frauen als auch Männer in vielen Bereichen noch deutlich unterrepräsentiert. Das geht aus dem Gleichstellungsbericht für 2013 bis 2015 hervor.

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Freya Markowis legt den Gleichstellungsbericht für die Jahre 2013 bis 2015 vor.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die Schieflage wird beim Blick in die Personalstruktur deutlich: Von den rund 550 Beschäftigten bei der Stadt Lehrte sind zwar etwa 64 Prozent weiblich - aber in den Führungspositionen sitzen vor allem die Männer. Im Berichtszeitraum konnte aber immerhin die Leitung des Fachdienstes Finanzen erstmals weiblich besetzt werden. Damit sind von 14 Fachdienstleitern nun zwei weiblich. Dazu kommen drei Frauen als Stabsstellenleitung.

"Auch in Zukunft werden im Bereich der Führungskräfte weitere Anstrengungen nötig sein, um die Unterrepräsentanz von Frauen zu verringern", betont Lehrtes Gleichstellungsbeauftragte Freya Markowis, die den Gleichstellungsbericht vorgelegt hat. Der Frauenanteil könne erhöht werden, indem etwa Leitungsstellen auch in Teilzeit ausgeschrieben werden.

Bei ihren Stellenausschreibungen hat die Stadt Bewerbungen des jeweils unterrepräsentierten Geschlechts besonders begrüßt. Für klassische Frauenberufe haben sich jedoch nach wie vor mehr Frauen beworben, für typische Männerberufe waren es vor allem Männer. Im technischen Bereich konnte die Stadt hingegen eine Hochbauingenieurin einstellen. Die restlichen Ingenieursstellen wurden mit Männern besetzt.

Die Kitas sind dagegen weiblich geprägt. Um mehr Männer ins Boot zu holen, hat die Stadt diese in den Stellenausschreibungen gezielt angesprochen und obendrein mehr Ganztagsstellen geschaffen. Im Berichtszeitraum konnten immerhin fünf männliche pädagogische Fachkräfte eingestellt werden.

Gänzlich erfolglos blieben derweil die Versuche, mehr Männer für Jobs in Bibliotheken und Schulsekretariaten zu gewinnen. Männer zu integrieren, dürfte laut Markowis aber generell schwierig sein, da sich in den Berufsfeldern des Fachdienstes Schule, Sport und Kultur grundsätzlich mehr Frauen bewegten.

Stark verschoben haben sich die Mehrheitsverhältnisse mittlerweile im Fachdienst Finanzen. Während der Bereich 2013 noch männlich dominiert war, sitzen dort seit Ende 2015 überwiegend Frauen. Um mehr Frauen aus dem Hause für Führungspositionen zu qualifizieren, hat die Stadt es einigen Mitarbeiterinnen ermöglicht, sich auf neuen Stellen im Rahmen einer Elternzeitvertretung weiterzuentwickeln.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Stadt ermöglicht ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit. Mitarbeiter können ihre Arbeitszeit auf Wunsch reduzieren oder flexibel gestalten. Im Fachdienst Steuerungsunterstützung wurden etwa mehrere Stellen in Teilzeit besetzt. Andere Mitarbeiter sind nach der Elternzeit wieder auf ihren alten Arbeitsplatz in Teilzeit mit Telearbeitsanteil zurückgekehrt.

Vier Frauen und Männer nehmen derzeit zudem das Angebot der alternierenden Telearbeit wahr. Die Mitarbeiter arbeiten dabei im Wechsel im Rathaus und von zu Hause aus.

Von Katja Eggers

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