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Stadt plant neue Flüchtlingsheime

Sievershausen/Ahlten Stadt plant neue Flüchtlingsheime

Die dezentrale Unterbringung ist nicht mehr durchzuhalten, deshalb plant die Stadt neue Flüchtlingsheime: Zur Debatte steht dabei auch der Festplatz in Sievershausen. In Ahlten wird aktuell schon die ehemalige Schmierfabrik für Asylbewerber hergerichtet.

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Auf dem Festplatz Sievershausen könnte ein Flüchtlingsheim entstehen
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Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. Die Sievershäuser sind beunruhigt. „Erst hieß es, die für einen Kindergarten vorgehaltene Fläche in unserem Neubaugebiet komme für ein Flüchtlingsheim infrage, nun wird über den Festplatz diskutiert“, sagt Ortsbürgermeister Hans-Egon Seffers.

Während die erste Option laut Seffers „vom Tisch“ ist, läuft die Debatte über den Festplatz noch. Das bestätigt Michael Großmann, Fachbereichsleiter Bürgerservice. Der Festplatz sei eine von mehreren Standorten in ganz Lehrte, die die Stadt zur Flüchtlingsunterbringung in Erwägung ziehe, sagt er. Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk will die Pläne für Sievershausen in der nächsten Ortsratssitzung vorstellen.

Seffers hofft, dass damit die Gerüchte im Ort ein Ende haben: „Das beschäftigt hier im Dorf zurzeit viele.“ Er rechnet allerdings mit starken Protesten der Sievershausener, falls der Festplatz nun anderweitig genutzt werden soll: „Wir feiern dieses Jahr das 850-jährige Bestehen unseres Ortes. Das wollen wir dort feiern.“

Auch in Lehrtes größtem Ortsteil Ahlten wird es bald eine sogenannte Sammelunterkunft geben. Die ehemalige Schmierfabrik an der Hannoverschen Straße wird derzeit für die Unterbringung von 30 bis 40 Menschen hergerichtet. An dem alten Gebäude sind laut Großmann umfangreiche Bauarbeiten notwendig, damit dort irgendwann Flüchtlinge einziehen können. Frühestens im April könnten dort die ersten Asylbewerber untergebracht werden, rechnet Großmann.

Für Ortsbürgermeister Jürgen Kelich ist der Umbau der Immobilie am Ortsrand Ahltens keine Überraschung: „Dort waren in den Neunzigerjahren schon einmal Asylbewerber untergebracht.“

Stadt setzt jetzt auf Gemeinschaftsunterkünfte

Rund 1000 Flüchtlinge leben derzeit in Lehrte. Für das erste Quartal dieses Jahres sollen der Eisenbahnerstadt laut Quote noch einmal 404 Flüchtlinge zugewiesen werden. Schon in den ersten Tagen des neuen Jahres seien bereits 51 Flüchtlinge angekommen, sagt Michael Großmann, Fachbereichsleiter Bürgerservice. „Und das wird auch in diesem Tempo so weitergehen.“ Die Zeit der dezentralen Unterbringung sei damit vorbei. „Wir können diesen Standard jetzt nicht mehr halten“, sagt Großmann. Die Stadt Lehrte setze daher zunehmend auf Sammelunterkünfte. Schon jetzt?sind 96 Asylbewerber in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Neben größeren Einheiten an der Nordstraße und an der Manskestraße, die bereits wenige Tage nach Eröffnung gefüllt waren, soll in der Kernstadt bald ein ehemaliges Brotlager an der Everner Straße in eine Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden. 200 Menschen sollen dort unterkommen. Am Montag, 8. Februar, um 19 Uhr will die Stadtverwaltung in der Städtischen Galerie an der Zuckerpassage über das Konzept für die neue Unterkunft berichten.

Von Patricia Oswald-Kipper

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