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Stadt tauscht Pflaster an Wertstoffinsel aus

Lehrte Stadt tauscht Pflaster an Wertstoffinsel aus

Der Ortstermin mit verärgerten Anwohnern an der Wertstoffinsel am Westring/Ecke Iltener Straße hat erste Früchte getragen. Die Stadt hat jetzt das rote Pflaster ausgetauscht, das durch Flüssigkeiten aller Art so stark verunreinigt war, dass es nicht mehr zu säubern war.

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Weil es nicht mehr zu reinigen war, hat die Stadt das rote Pflaster an der Wertstoffinsel am Westring/Ecke Iltener Straße ausgetauscht.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. "Selbst eine von uns beauftragte Fachfirma konnte das Pflaster nicht mehr reinigen", sagt Stadtsprecher Fabian Nolting. Das Ausmaß sei erst offenkundig geworden, als die Container versetzt wurden. Weil die Verunreinigungen "sehr unschön" gewesen seien, habe der städtische Baubetriebshof das Problem jetzt aus eigenen Mitteln behoben - damit dort keiner mehr an vergammelten Resten kleben bleibt. Etwa 20 Quadratmeter der Pflasterung seien ausgetauscht worden. Die Kosten dafür seien aber nur gering.

Das Problem ist, dass viele Bürger dort auch Glas entsorgen, in denen noch Reste enthalten sind - von Weinflaschen über Gurkengläser bis zu Grillsoßen. Da die Container unten offen sind, können diese Flüssigkeiten aus den Behältern auslaufen. Das bestätigt der Abfallwirtschaftsbetrieb aha als Betreiber der Wertstoffinsel. Es sei richtig, dass es dadurch gelegentlich zu Verfärbungen des Pflasters komme. Eine Abhilfe kann aha aber nicht in Aussicht stellen. "Dies lässt sich leider nicht gänzlich verhindern, da der Behälter zur Leerung vom Glasentsorger unten geöffnet werden muss", erläutert Sprecher Stefan Altmeyer. Die von aha eingesetzten, sogenannten Glasiglus seien bundesweit im Einsatz. Seiner Kenntnis nach gebe es derzeit keine besseren Glascontainer am Markt zu erwerben. 

Die aktuelle Verunreinigung an der Wertstoffinsel am Westring ist nach Erkenntnissen des Abfallwirtschaftsbetriebs aber offenbar gar nicht auf Flüssigkeiten, sondern auf erdölhaltiges Bitumen zurückzuführen. So ist es laut dem aha-Sprecher nach Rücksprache mit den zuständigen Mitarbeitern dort das erste Mal aufgetreten, dass jemand über die Glascontainer Bitumen entsorgt habe. Dies lasse sich somit auch nicht mit dem alltäglichen Betrieb vergleichen, bei dem Unverbesserliche Glas mit Flüssigkeiten in den Containern entsorgten.

Für die Anwohner ist die Wertstoffinsel ein großes Ärgernis. Denn dort läuft nicht nur stinkende Flüssigkeit aus, es türmt sich auch der Müll - von Hausrat, blauen Mülltüten und Grünabfällen über Plastik bis hin zu Elektrogeräten und manchmal sogar Autoreifen. Die SPD-Ratsfrau Helga Laube-Hoffmann hatte dies auch in politischen Sitzungen angeprangert und einen Ortstermin mit aha organisiert, bei dem die Bürger ihrem Unmut Luft gemacht hatten.

Der Sammelplatz am Westring ist dem Abfallwirtschaftsbetrieb bereits als "schwierig" bekannt, doch Abhilfe zu schaffen, sei kaum möglich. Das Überwachen der Plätze mit Kameras sei generell problematisch und möglicherweise rechtlich fragwürdig, hatte Maik Renneberg von der Abteilung Abfall- und Wertstoffsammlung beim Ortstermin im August gesagt. Und einen Zaun mit Tor um das Gelände zu ziehen und abends ab- sowie morgens wieder aufzuschließen, sei aus Kostengründen nicht möglich.

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Von Oliver Kühn

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