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Elternumfrage soll Bedarf für Schulen ermitteln

Lehrte Elternumfrage soll Bedarf für Schulen ermitteln

Wohin führt die Zukunft von Lehrtes weitergehenden Schulen? Das will die Stadt für ihre Schulentwicklungsplanung mit einer Elternumfrage ermitteln. Darum hatte es viel Zoff zwischen den Befürwortern von SPD und Grünen sowie den Gegnern von der CDU gegeben. Am Montag wird der Fragebogen im Schulausschuss vorgestellt.

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Am Schulstandort Hämelerwald könnte eine Oberschule aus Real- und Hauptschule entstehen, wenn sich dafür genügend Eltern aussprechen.

Quelle: Kai Knoche (Archiv)

Lehrte.  Der Rat mit seiner ehemals rot-grünen Mehrheit hatte im September beschlossen, Eltern von Grundschulkindern zu befragen, welche Schulform sie für ihr Kind wählen wollen. Aber auch Eltern von Kindern, die sich im letzten Kindergartenjahr befinden, sollen einbezogen werden. Damit soll der Bedarf für die Angebote an den weiterführenden Schulen ermittelt werden. Die Befragung soll zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres erfolgen, am Fragebogen war auch die Landesschulbehörde beteiligt.

Zur Wahl stehen Realschule, Gymnasium, IGS mit Sekundarstufe I und II (Oberstufe) in Lehrte, IGS mit Sekundarstufe I in Lehrte und Hämelerwald und Sekundarstufe II in Lehrte sowie IGS mit Sekundarstufe I und II in Hämelerwald. Für die IGS mit ihren zwei Standorten ist die Planung am schwierigsten, während das Gymnasium sich nach der Rückkehr zu 13 Jahren steigender Beliebtheit erfreut und schon jetzt aus allen Nähten platzt.

Wiederauferstehung feiert die Oberschule, in dem Haupt- und den Realzweig vereint sind: Dieses Modell war bei der letzten Umfrage 2013 nicht abgefragt worden, weil sich beide Schulen dagegen ausgesprochen hatten. Nun könnte sie am Schulstandort Hämelerwald verwirklicht werden, wenn sich dafür genügend Eltern aussprechen und die IGS nicht ausreichend Anmeldungen bekommt. Die Stadt betont, dass alle Daten vertraulich behandelt und nach der Auswertung vernichtet werden. Die Beantwortung sei freiwillig und unverbindlich und keine rechtsverbindliche Schulanmeldung - doch werde sie als "ernst gemeint Interessenbekundung" angesehen.

 Das Thema „Schulentwicklung in Lehrte“ hatte in diesem Jahr zu viel Streit zwischen der ehemaligen rot-grünen Ratsmehrheit und der Opposition der Gruppe aus CDU, FDP und Piraten gegeben. Rot-Grün sehen eine Umfrage als unerlässlich für die Zukunftsplanung, weil sich die Voraussetzungen seit der letzten Erhebung vor drei Jahren deutlich verändert hätten. Die Gruppe wollte erst mit den Schulen und Experten sprechen, weil sie sonst eine Vorfestlegung befürchtete.

Auch Medienkonzepte sind Thema

Der Schulausschuss befasst sich in seiner Sitzung am Montag neben der Schul- auch mit der Medienentwicklungsplanung und den Medienkonzepten an Schulen. Weiterhin geht es um Zuschüsse an Kulturvereine und einen Rückblick auf die Theatersaison 2015/2016. Außerdem steht ein Bericht zur Berthold-Otto-Schule auf der Tagesordnung, die zum Schuljahr 2017/2018 aufgelöst werden soll. Dort gibt es seit Jahren Probleme wegen der Belastung mit Polychlorierten Biphenylen (PCB). Die Chemikalie kann unter anderem Akne und hormonelle Krankheiten verursachen und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. 

Die Sitzung beginnt um 17 Uhr in der Grundschule Lehrte-Süd (Mehrzweckraum), Südstraße 3a.

Von Oliver Kühn

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