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Feuerwehrtaucher haben ein neues Fahrzeug

Lehrte Feuerwehrtaucher haben ein neues Fahrzeug

Die Stadtfeuerwehr Lehrte hat ein neues Fahrzeug. Stadtbrandmeister Jörg Posenauer nahm den Schlüssel für den "Gerätewagen Wasserrettung" am Mittwochabend von Bürgermeister Klaus Sidortschuk entgegen. Das 134 Euro teure Fahrzeug wird die Tauchergruppe und ihr Equipment transportieren.

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Schlüsselübergabe am Feuerwehrhaus: Stadtbrandmeister Jörg Posenauer (von links), Tauchgruppenleiter Dieter Koch und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk stellen den neuen Gerätewagen Wasserrettung offiziell in Dienst.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Sidortschuk bezeichnete den neuen Gerätewagen bei der Schlüsselübergabe augenzwinkernd als "Schätzchen". Auch wenn er der Feuerwehr nicht zum ersten Mal ein Fahrzeug übergebe, sei dies doch jedes Mal etwas Besonderes. "Denn eine gute Ausstattung ist wichtig für die schweren Einsätze", betonte der Bürgermeister.

Der neue Gerätewagen mit Sonderausstattung für die Wasserrettung ist auf dem aktuellen Stand der Technik. Er bietet Platz für sechs Feuerwehrtaucher und ihre Ausrüstung und wird zudem den Anhänger mit dem Feuerwehrboot ziehen. Der Siebentonner hat 170 PS und darf noch auch mit normalen PKW-Führerschein gefahren werden.

Das neue Feuerwehrfahrzeug war dringend notwendig. Den alten Gerätewagen, Baujahr 1988, hatte die Stadtfeuerwehr 1993 gebraucht in Dienst gestellt. Die Feuerwehrtaucher hatten den Wagen mehrfach selbst um- und ausgebaut und den Innenraum an den aktuellen Bedarf angepasst. "Früher gab es noch keinen Unterwasserfunk und wir hatten auch keine Trockentauchanzüge oder Beleuchtungsmittel an Bord", sagte Tauchgruppenleiter Dieter Koch. Dies sei heute vorhanden und teilweise auch vorgeschrieben - das alte Fahrzeug habe aber irgendwann seine Grenzen erreicht.

Der Tauchgruppe ist der alte Gerätewagen in guter Erinnerung geblieben, auch wenn laut Koch nicht immer alles glatt ging: Bei einer Einsatzfahrt etwa hatte eine lose Schraube einmal den ganzen Motor lahm gelegt, der Wagen musste abgeschleppt werden. "Und wenn unser untermotorisiertes Fahrzeug bergauf schwächelte, wurden wir regelmäßig von Lastwagen überholt", sagte Koch schmunzelnd.

Posenauer fordert höhere Regionsumlage

Lehrtes Stadtbrandmeister Jörg Posenauer bezeichnete den neuen Gerätewagen zur Wasserrettung bei der Schlüsselübergabe als "ein notwendiges Arbeitsmittel" und  "ein schönes Fahrzeug, auf das wir sehr stolz sind". Er übte jedoch auch Kritik. Posenauer betonte, dass die Wasserretter aus Lehrte von der Region zu schlecht bezahlt würden. Immerhin fänden fast 99 Prozent der Einsätze außerhalb des Stadtgebietes statt. Als Entschädigung bezahle die Region eine Umlage in Höhe von 2000 Euro pro Jahr. "Das deckt nicht mal die laufenden Kosten", sagte Posenauer: "Die Umlage sollte daher dringen erhöht werden."

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Viel Platz für viel Equipment: Feuerwehrtaucher Florian Kowarsch gewährt einen Blick ins Innere des neuen Gerätewagens.

Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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