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Ortsteile sollen in virtuellen Stadtführer

Lehrte Ortsteile sollen in virtuellen Stadtführer

Das Großprojekt zur Erstellung eines virtuellen Stadt- und Radtourenführers für Lehrte geht in die nächste Runde: Das Stadtmarketing will nun nicht nur historische Gebäude und Stolpersteine in der Kernstadt mit Schildern und QR-Codes bestücken, sondern damit auch in die Ortsteile gehen.

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Horst-Günter Gnest (links) und Willy Goroczy stellen das Schild mit QR-Code vor - es soll im Juni am Lehrter Wasserturm angebracht werden.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Unter dem Motto "Lehrte entdecken" richtet sich der geplante Tourenführer sowohl an Lehrter Bürger als auch an Besucher. Die QR-Codes sollen vor allem bei jungen Menschen die Neugier auf Natur und historische Gebäude in Lehrte wecken. Wer die Codes mit dem Smartphone oder Tablet einscannt, erhält via Internet Texte, Bilder und Videos über die jeweiligen Einrichtungen.

Die Schilder aus robustem Acrylglas sind mittlerweile fertig. 30 werden künftig historische Gebäude wie den Lehrter Wasserturm oder die Alte Schlosserei zieren. Auch Naturprojekte wie der Heilpflanzengarten oder die Streuobstwiese sollen mit QR-Codes versehen werden. Sieben Schilder sind zudem für die sogenannten Stolpersteine zum Gedenken an die während der Nazi-Zeit geflohenen oder deportierten Lehrter geplant.

Die Inhalte für die Internetseite erarbeitet der Arbeitskreis Natur erleben derzeit mit Unterstützung von Lehrter Schulen. "Die Seite wird bereits sorgfältig gepflegt, ist aber noch nicht für das Internet freigeschaltet", sagt Stadtmarketing-Chefin Sonja Truffel. Das Design der Seite und die Programmierung hat eine professionelle Firma übernommen.

Die Schilder sollen derweil im Juni angebracht werden. "Wir holen derzeit noch die Einverständniserklärungen der Gebäudebesitzer ein", erklärt Willy Goronczy vom Arbeitskreis, der das Projekt mit Horst-Günter Gnest ins Leben gerufen hat. Finanziert wird es mit 24.000 Euro der Bingo-Umweltstiftung, 10.000 Euro gibt die Stadt. Weitere Mittel sollen über Sponsoren hereinkommen.

Das Geld wird nötig sein, denn die Ehrenamtlichen wollen ihr Projekt künftig auch auf die Ortsteile ausdehnen. In dem virtuellen Tourenführer sollen auch Restaurants, Biergärten, Sportanlagen, Vereine und Naturdenkmäler der Dörfer auftauchen. Der Arbeitskreis hofft daher auf die Mithilfe von Ortsräten, Vereinen und Bürgern. "Die Menschen kennen sich in ihren Dörfern schließlich am besten aus", sagt Gnest. Ahlten hat bereits Bereitschaft bekundet. Am 16. März stellt der Arbeitskreis sein Projekt in Sievershausen vor.

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Wer den QR-Code mit seinem Smartphone oder Tablet einscannt, bekommt via Internet weitere Informationen über den Lehrter Wasserturm.

Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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