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Stille Landschaften mit surrealem Effekt

Lehrte Stille Landschaften mit surrealem Effekt

In den Arbeiten von Kerstin Henschel trifft Fotografie auf Malerei. Am Freitagabend ist die Ausstellung in der Städtischen Galerie eröffnet worden. Dass die Künstlerin ihre Landschaftsfotos größtenteils mit Acrylfarbe übermalt hat, merkten die Besucher oft erst auf den zweiten Blick.

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Die Fotos für ihre neue Serie hat Künstlerin Kerstin Henschel vor allem in Schweden aufgenommen, im Atelier hat sie die Aufnahmen übermalt.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte. Denn malerisch bearbeitet hat Henschel die Aufnahmen oftmals ganz subtil. Feine weiße Pinselstriche legen sich dann etwa auf die Oberfläche eines Sees. Bei anderen Arbeiten sind die Striche breit und deutlich sichtbar. Henschel schichtet sie übereinander und schafft so ein ganzes Geflecht aus Farbe.

Die Besucher erfuhren bei der Vernissage, dass Henschel die Fotos, die sie nachträglich übermalt, vor allem in Schweden aufgenommen hat. "Ich habe mittlerweile ein Archiv mit rund 10.000 Fotos", erklärte Henschel. Malerische Eingriffe finden später im Atelier statt. Dort hängt Henschel die vergrößerten Abzüge auf und entscheidet spontan, ob und wie sie sich verändern lassen.

Die übermalten Bilder zeigen unaufgeregte  Landschaften, etwa einen See, einen Wald und Himmel oder Bäume, die sich im Wasser spiegeln. "Da passiert nichts Weltbewegendes", erklärte Galerieleiterin Julienne Franke in ihrer Einführungsrede. Die Werke drückten eher Stille aus und würden damit zu einer eingehenden Betrachtung auffordern.

Die Entstehung sei aber extrem zeitaufwändig. Henschel müsse zudem sehr schnell arbeiten, weil die Fotografien dabei feucht werden, das Papier aber nicht zu sehr durchweichen darf. "Es ist kein langes Überlegen oder zwischenzeitliches Überprüfen des Arbeitsprozesses möglich", betonte Franke.

Schnell muss Henschel auch bei einer weiteren Eingriffsform in die Fotografie arbeiten: Für einige ihrer Werke hat sie die obere Schicht der Fotografie angelöst. Mit der Farbe, die dabei aus dem Fotopapier freigesetzt wird, arbeitet Henschel weiter. So ist der goldfarbene Wald im Bild "Horizont" nicht etwa durch das Auftragen von Acrylfarbe entstanden, sondern aus Farbe aus dem beschädigten Fotopapier. "Es entsteht ein surrealer Eindruck", erklärte Franke.

Die stillen, aber spannenden Bilder, zeigt Henschel unter dem Titel "...in ein anderes Licht getaucht" noch bis zum 11. Juni in der Städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags und sonnabends von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Die Landschaftsbilder von Kerstin Henschel zeigen unaufgeregte Landschaften mit Seen, Wäldern und Himmel.

Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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