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Störche nisten treu seit mehr als 100 Jahren

Immensen Störche nisten treu seit mehr als 100 Jahren

Schon die Hausnummer 28 im Brandkataster besagt, dass der Hansdeipmanshof einer der ältesten in Immensen ist. Seinen Namen erhielt er wohl nach Hans Depenau, wie eine Urkunde aus dem Jahr 1564 annehmen lässt. Doch besser bekannt ist der Hof als Storchenbehrens: Die Vögel halten ihm seit mehr als 100 Jahren die Treue.

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Der Hof Storchenbehrens: Eines der schönsten Häuser Immensens ist das Dielenhallenhaus auf dem früheren Hansdeipmanshof.

Quelle: Lother Rolf Luhm

Lehrte. Nachdem Johann Heinrich Behrens aus Dollbergen 1695 die ehemalige Depenau-Witwe Ilsabe Stulle geheiratet hatte, hieß die Hofstelle im Dorf Behrens- oder Peitershof. Das änderte sich auch nicht, als 1862 drei Behrens-Söhne den väterlichen Hof an der Lüneburger Straße verließen, um woanders ihr Glück zu machen. Allerdings kehrte Sohn Wilhelm bereits anno 1909 auf den väterlichen Hof zurück. Die Störche, die bis dahin auf seinem vorherigen Anwesen genistet hatten, waren ihm gefolgt. Seit dieser Zeit halten sie dem Behrenshof die Treue.

Blickfang des Storchenhofs ist ein niedersächsisches Dielenhallenhaus, das Johann Friedrich Behrens und Ilse Christine Buchholz anlässlich ihrer Eheschließung 1849 erbauen ließen. Es ist auch heute noch ein Schmuckstück - dank den Nachfahren Wilhelm und Inge Behrens. Sie hatten ihr gesamtes „Kartoffelgeld“ aus einem guten Erntejahr 1978 dafür ausgegeben, das Fachwerkhaus restaurieren zu lassen. Jetzt gehören Haus und Hof ihrer ältesten Tochter Christine, die mit Michael Behrens verheiratet ist. Und die zweite Behrenstochter Gudrun ist seit Kurzem Eigentümerin des Hofes an der Bauernstraße 18, den Mutter Inge Buchholz-Behrens mit in die Ehe gebracht hatte.

Landwirtschaft gibt es heute auf dem Hof nicht mehr. Die Äcker sind verpachtet, Ställe und Schuppen vermietet. Doch jetzt, sagt die 81-jährige Altbäuerin, habe sie immerhin Zeit zum morgendlichen Schwimmen.

Von Lothar Rolf Luhm

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