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Streetfood ist mehr als Pommes auf die Hand

Lehrte Streetfood ist mehr als Pommes auf die Hand

Beim Essen scheiden sich die Geschmäcker: In Peking, Nairobi oder Marrakesch essen viele Leute auf der Straße - hierzulande ist das eher noch selten. Cora Gutzeit aus Steinwedel mit ihrem Betrieb "Klugbeißer" will das ändern. So sorgt sie für veganes Essen bei der Brauereieröffnung in Burgdorf.

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Cora Gutzeit von Klugbeißer bietet veganes Catering an, ist aber auch auf Streetfoodmärkten unterwegs.

Quelle: Sandra Köhler

Steinwedel. Streetfood kommt immer mehr in Mode - weil es mehr ist als die klassische Pommes auf die Faust. An den fahrbaren Ständen und Garküchen kommen nicht nur Fleischliebhaber, sondern auch Vegetarier und Veganer zu ihrem Recht - frisch und in der Regel vor den Augen der Konsumenten zubereitet. Bei Cora Gutzeit geht es vegan und ökologisch korrekt zu. "Vegan ist toll und vielfältig", sagt sie. Mit Bono Hoyer hat die überzeugte Veganerin vor vier Jahren die Klugbeißer ins Leben gerufen: "Ich will Leuten zeigen, dass vegane Ernährung nichts mit Verzicht zu tun hat." Das funktioniere auch bei ihrem 16-jährigen Sohn. Manchmal müsse sie für Nachschub sorgen, weil dessen Freunde auch probiert und Geschmack daran gefunden haben.

Angefangen hat alles damit, dass sich Gutzeit bei einer Demonstration gegen die Aktivitäten des Gentechnik-, Saatgut- und Chemiekonzerns Monsanto engagierte. "Da habe ich gemerkt, dass Stände nur mit Informationen einfach untergehen. Also habe ich gedacht, ich mache etwas zu essen." Bald wurde sie angesprochen, bei Veranstaltungen und auf Festivals für das Catering zu sorgen. Auch zur Premierenfeier des Kinofilmes "Los Veganeros" von Lars Oppenheimer wurde Gutzeit engagiert. Die Nachfrage wurde bald so groß, dass sie sich mit Hoyer entschloss, sich selbstständig zu machen.

Nachhaltig, fair und gemeinwohlorientiert: Das ist Gutzeit wichtig. So bezieht sie etwa ihr Gemüse und Obst als Bio-Ware über die SoLaWi, die Solidarische Landwirtschaft vom Gut Adophshof. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten verpflichten sich die Kooperierenden, regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen, der mit dem Geld seinen Möglichkeiten entsprechend wirtschaftet. Die Abnehmer erhalten im Gegenzug die dort produzierten Lebensmittel. "Das ist wie eine Gemüsekiste: regional, saisonal und Bio", sagt Gutzeit.

Auf den Streetfoodmärkten bietet sie zum Beispiel vegane Burger und Gyros an: "Das haben schon viele Leute probiert und nicht geglaubt, das es vegan ist." Über den Geschmack zu den Hintergründen - wenn Leute so zum Thema Veganismus kommen, hat Gutzeit ihr Ziel erreicht. Es seien auch nicht nur junge idealistische Menschen, die die vegane Lebensweise für sich entdeckten: "Auch ältere Leute, die etwa Probleme mit zu hohen Cholesterinwerten haben und weniger Fleisch essen sollen, profitieren."

 Veganer Küchentipp: Backen ohne Ei

„Backen ohne Eier ist gar kein Problem“, sagt Cora Gutzeit. Je nach Art der Backware lasse es sich mit veganen Komponenten ersetzen. Für Muffins und feuchte Teige etwa eignet sich Apfelmus, für Kuchen eine zerdrückte Banane. Eine halbe Banane entspricht dabei in etwa einem Ei. Auch gemahlene Leinsamen mit Wasser angerührt oder eingeweichte und pürierte Linsen sind eine Alternative.

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Optisch nicht vom Original zu unterscheiden: Veganes Gyros und Zaziki.

Quelle: Sandra Köhler

Von Sandra Köhler

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