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Streik: Die meisten Kindergärten bleiben zu

Lehrte/Sehnde Streik: Die meisten Kindergärten bleiben zu

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Gestern sind in Lehrte und Sehnde die meisten Kindergärten zu geblieben. Für Eltern, die keine Betreuung für ihr Kind fanden, hatten die Städte in einigen Einrichtungen Notgruppen organisiert. Auch das Krankenhaus in Lehrte wurde und der aha-Recyclinghof in Sehnde wurden bestreikt.

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Die Kita am Dürerring ist wegen des Verdi-Streiks geschlossen.

Quelle: P. Oswald-Kipper

Lehrte/Sehnde. Die Eltern waren in den Kindergärten frühzeitig über den Warnstreik informiert worden. Von ihnen gab es unterschiedliche Reaktionen. "Vielen ist der lange Streik im vergangenen Jahr noch sehr bewusst, und manche fragen sich, warum jetzt schon wieder gestreikt wird", sagt Katharina Fischer, Fachdienstleiterin in Sehnde. Im vergangenen Jahr waren die Erzieher für mehrere Wochen für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn im Ausstand gewesen. Viele Eltern hatten damals Urlaub nehmen müssen, um ihre Kinder zu betreuen.

Diesmal geht es nicht nur um die Erzieher. Die Gewerkschaft Verdi hatte gestern den gesamten öffentlichen Dienst zum Warnstreik aufgerufen. "Wir hoffen, dass es diesmal schneller zu einer Einigung kommt", sagt Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.

Sehnde hatte gestern in den Kindergärten Ladeholz und Ilten Notgruppen eingerichtet. Von 750 Kindern nutzten 100 das Angebot. "Alle Eltern, die anderweitig keine Betreuung für ihr Kind fanden, haben dort einen Platz bekommen", versichert  Fischer. In Wehmingen und Bolzum wurden sogar Eltern selbst aktiv. Sie betreuten die Kita-Kinder kurzerhand selbst in den beiden städtischen Einrichtungen.

In Lehrte öffneten von zwölf städtischen Kindergärten insgesamt fünf mit Notgruppen. Auch in der Eisenbahnerstadt bekamen alle Kinder, die Betreuung benötigten, einen Platz. Laut Stadtsprecher Fabian Nolting haben sich die Eltern frühzeitig auf den Streiktag einstellen können.

Neben den Kitas war gestern auch der Recyclinghöfe der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) in Sehnde geschlossen. Gestreikt wurde auch im Lehrter Krankenhaus. Es stellte wegen der rund 60 im Ausstand befindlichen Mitarbeiter seinen Betrieb auf eine Notfallversorgung um. Geplante Operationen waren dazu bereits im Vorfeld abgesagt worden.

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