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Hauptschüler streben in handwerkliche Berufe

Lehrte Hauptschüler streben in handwerkliche Berufe

Die Lehrter Hauptschüler haben sich und ihre Schule am Donnerstag bei einem Tag der offenen Tür präsentiert. Besucher, hauptsächlich Eltern, konnten sich ein Bild vom Alltag der Schule machen. Dabei gab es neben der Vorstellung verschiedener Praktika auch viele Mitmachaktionen.

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Dogan Yasit und Jorden Noch stellen beim Tag der offenen Tür ihre Praktikumsplätze vor.

Quelle: P. Oswald-Kipper

Lehrte. Die Hauptschüler sind stolz auf ihre Schule und auf ihre Schulgemeinschaft. Das wurde beim Tag der offenen Tür am Donnerstag deutlich. In der gesamten Schule war viel los. So gab es verschiedene Mitmachaktionen, außerdem konnten Schüler und Besucher Herbstschmuck basteln oder ihre Namen in Hieroglyphen der alten Ägypter schreiben. Mit viel Einsatz präsentierten zudem die Neuntklässler die Berufe, in die sie in den vergangenen Wochen als Praktikanten hineinschnuppern durften.

Dogan Yasit (14) hat sein Praktikum in einem Telekommunikationsgeschäft absolviert. Dabei wurde ihm klar, dass er dort später nicht arbeiten will: "Es gab dort nur sehr wenig zu tun", sagt er. Die Tage seien so sehr langsam vergangenen. "Aber der Umgang mit Kunden, der hat mir viel Spaß gemacht", meint er. Jorden Noch (14) hat als Fachkraft im Lager bei einer Lehrter Firma mitgeholfen. Diese verkauft Mineralien wie Rosenquarze und Schmuck an Großkunden. "Mir hat es dort sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass ich dort im nächsten Jahr auch einen Ausbildungsplatz bekomme", sagt der Neuntklässler. Auch Natalia Robaszek ist mit ihrem Praktikum als Floristin in einem Blumengeschäft sehr zufrieden: "Dabei habe ich gemerkt, dass mir der Beruf sehr liegt", sagt sie.

Die meisten Hauptschüler strebten nach ihrem Abschluss nach der neunten Klasse einen handwerklichen Beruf an, sagt Lehrerin Lara Gaida. "Berufe im Kfz-Bereich, in der Pflege aber auch Ausbildungen als Friseurin oder Floristin sind sehr gefragt." Nur wenige der Neuntklässler qualifizierten sich aufgrund ihrer Noten für die zehnte Klasse, sagt sie. Und nur ein oder zwei Schüler pro Jahrgang schafften letztlich den erweiterten Realschulabschluss, mit dem sie dann auf dem Gymnasium oder der Integrierten Gesamtschule das Abitur erwerben könnten.

  Die Hauptschule als Auslaufmodell

Die Hauptschule soll in Lehrte auslaufen und übergehen in eine Integrierte Gesamtschule. Dafür werden im nächsten Jahr erstmals keine Schüler mehr in den fünften Jahrgang eingeschult. Schulleiter Burkhard Kappe nimmt damit auch erstmals an den jährlichen Infoveranstaltungen für die Eltern der Viertklässler nicht mehr teil. "Das ist schon ein komisches Gefühl", sagt Kappe. Er sieht die geplante Umstrukturierung der Schule mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Einerseits ist es toll, dass die Jugendlichen mit anderen Schülern zusammen kommen, die auch das Spektrum nach oben erweitern", sagt er. Andererseits könne man in einer Klassenstärke wie jetzt mit 15 oder 16 Kindern viel mehr integrative und sozialpädagogische Arbeit leisten - bis in die Familien hinein.

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