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Schulentwicklung: Streitthema kocht wieder hoch

Lehrte Schulentwicklung: Streitthema kocht wieder hoch

Das politische Streitthema Nummer eins in Lehrte kocht wieder hoch. In der Frage der Schulentwicklung im Stadtgebiet wird es nun doch noch eine öffentliche Sitzung des dafür zuständigen Ausschusses geben. Das hatte die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und Linken zunächst nicht beabsichtigt.

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Wie geht es mit der Schulentwicklung in Lehrte weiter? Am 13. September wird über diese Frage endgültig entschieden.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Rot-Rot-Grün hatte ursprünglich geplant, über die Marschroute in Sachen Schulentwicklung nur noch in der Ratssitzung am Mittwoch, 13. September, zu reden und dann sofort abzustimmen. Die Ratsmehrheit hatte zwar nach den Sommerferien ihren eigenen Antrag zu der Angelegenheit geändert und nachträglich eine Oberschule zum Erhalt des Schulstandorts in Hämelerwald ins Spiel gebracht. Da der Antrag zur Schulentwicklung in seinen Details aber grundsätzlich bereits besprochen sei, reiche eine Aussprache im Rat aus, meinte man.

Das sieht die Oppositionsgruppe aus CDU und Piraten anders. CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Deneke-Jöhrens hatte Ende August bei der Stadtverwaltung eine Sitzung des Schulausschusses vor der Ratssitzung beantragt. Es müsse alles noch einmal öffentlich und ausführlich diskutiert werden, denn es gebe durch die Veränderung des Mehrheitsantrags nun "völlig neue Ansätze", meint Deneke-Jöhrens. Es gehe nicht, die "Leute jetzt zu überrennen", kritisiert der Christdemokrat.

Die Stadtverwaltung hat der Bitte der Opposition Folge geleistet und für Montag, 11. September, eine Schulausschussitzung anberaumt. Das sei ein ganz normaler Vorgang, betont Stadtsprecher Fabian Nolting. Eine zusätzliche Sitzung müsse anberaumt werden, wenn ein Drittel der Ratsmitglieder es wolle. Und das sei durch die Größe der CDU/Piraten-Gruppe gegeben. Auch der Vorsitzende des Ausschusses, Thomas Diekmann (SPD), habe zugestimmt, betont Nolting.

Die Sitzung beginnt um 17 Uhr, und als Schauplatz hat die Stadtverwaltung das Kurt-Hirschfeld-Forum an der Burgdorfer Straße ausgewählt. Aus gutem Grund: Beim heiß umstrittenen Thema der Schulentwicklung werden erneut viele Zuhörer erwartet, die in dem Saal ausreichend Platz finden dürften.

Die widerstreitenden Lager in der Lehrter Politik verfolgen in Sachen Schulentwicklung völlig unterschiedliche Ansätze. SPD, Grüne und Linke wollen die IGS von Hämelerwald nach Lehrte holen und komplett im Schulzentrum Süd unterbringen. Dazu sollte ursprünglich der Schulstandort Hämelerwald aufgegeben werden, was die zwei Hämelerwalder SPD-Ratsherren Thomas Diekmann und Dirk Werner nicht mitmachten. Sie stimmten vor den Ferien nicht mit ihrer Fraktion und brachten damit die Mehrheit zu Fall. Jetzt möchte die Ratsmehrheit am Ried in Hämelerwald eine Oberschule unterbringen. Diese hätte nach ihrer Ansicht bei einer Zweizugügkeit gute Chancen zu überleben.

Die CDU-geführte Opposition sieht die IGS indes komplett in Hämelerwald, und zwar inklusive der derzeit in Lehrte Süd beheimateten Oberstufe. Darüber hinaus setzen die Christdemokraten auf ein dreigliediges Schulsystem mit Gymnasium, Realchule sowie den Erhalt der eigentlich vom Rat schon beerdigten Hauptschule. Dass in Hämelerwald genügend Schüler für eine Oberschule vorhanden wären, bezweifelt Deneke-Jöhrens. Die Ratsmehrheit spiegele falsche Tatsachen vor. "Eine weitere Schulform im Stadtgebiet aufzumachen, ist genau das, was nicht gewollt ist", sagt er.

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