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Wochenmarkt: Umzug ans Citycenter birgt Tücken

Lehrte Wochenmarkt: Umzug ans Citycenter birgt Tücken

Die Tendenz ist klar: Der Wochenmarkt soll vom Platz an der Matthäuskirche vor das Citycenter an der Burgdorfer Straße ziehen. Doch dieser Schritt ist auch mit Problemen verbunden. Darüber hinaus sollen vor einem Umzug noch Kunden sowie Anwohner und Geschäftsbetreiber am Citycenter ihre Meinung sagen.

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Kein einfaches Terrain: Bevor der Wochenmarkt vor das Citycenter an der Burgdorfer Straße zieht, muss es dort Veränderungen geben.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die von SPD und Grünen angestoßene Diskussion um einen möglichen Umzug des Wochenmarkts an eine der belebtesten Stellen in der Lehrter City ist schon seit einiger Zeit im Gang. Mit diesem Schritt könne man mehr Kunden erreichen und möglicherweise auch die Anzahl der Händler nach oben treiben, meinen die Befürworter. Auf dem Marktplatz an der Matthäuskirche schrumpfte die Anzahl der Händler von 23 im Jahr 2013 auf jetzt nur noch rund 15. "Wenn wir den Markt dort lassen, dann ist er irgendwann tot", sagte jetzt Lehrtes stellvertretender Bürgermeister Burkhard Hoppe (SPD) in einer Sitzung des Bauausschusses. Er regte aber an, vor einer endgültigen Entscheidung noch in einer Bürgerversammlung alle Beteiligten zu Wort kommen zu lassen und erst danach zu entscheiden.

Zuvor hatte Michael Großmann, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice bei der Stadtverwaltung, Details zu einem möglichen Wochenmarkt vor dem Citycenter genannt, und die dortige Fläche als "schwierig" bezeichnet. Sie habe verschiedene Ebenen, sei durch Bäume, den Brunnen und Findlinge verbaut. Dort die Marktstände aufzubauen, sei zwar vorstellbar, es müssten aber "einige Vorkehrungen" getroffen werden.

Unter anderem nannte Großmann den Fahrradbügel, der in der Mitte des Platzes steht. Dieser müsse ebenso beseitigt werden wie zwei Findlinge. Auch die Stele mit Werbung von Firmen im Citycenter müsse weichen. Ansonsten sei es nicht möglich, die Marktstände vernünftig zu platzieren. Einen Ersatzplatz für Radständer, Findlinge und Stele zu finden sei nicht möglich. Darüber hinaus biete das Gelände vor dem Citycenter nur Raum für ein "moderates Wachstum" des Markts, Reinigung und Winterdienst seien aufwendig und teuer. Stromanschlüsse seien zwar vorhanden, es müssten aber vermutlich Kabel über einzelne Bereiche des Platzes gelegt werden

Und schließlich sei längst nicht gesagt, dass der neue Standort für den Markt von Kunden und Anwohnern voll akzeptiert werde. Die Begeisterung für das Vorhaben sei insbesondere bei Letztgenannten "sehr unterschiedlich", sagte Großmann und mahnte die Kommunalpolitiker, sich angesichts von "Risiken und Nebenwirkungen" die Entscheidung für einen Umzug sehr gut zu überlegen. Sie sei mithin nur "schwer umkehrbar".

Betreiber des Lehrter Wochenmarkts ist seit dem Jahr 2010 die Gesellschaft Attraktive Wochenmärkte. Sie ist ganz klar für den Umzug von der Matthäuskirche an das Citycenter. "Wir sehen das positiv", sagte Geschäftsführer Jörn Böttcher im Ausschuss. Es gebe allerdings auch einzelne Händler, die gedroht hätten, den Umzug nicht mitzumachen. Dies betreffe aber nur etwa ein Viertel der gesamten Mannschaft.

Insbesondere Lehrtes SPD-Politiker wollen den Umzug wagen, wenn denn auch bei geplanten Infoveranstaltungen ein positives Stimmungsbild herauskommt. "Es sind schließlich die Händler selbst auf uns zugekommen und haben darum gebeten, den Markt zu verlegen", sagte Ekkehard Bock-Wegener (SPD) im Ausschuss. Und Hoppe warnte, man müsse den Umzug schon bald machen, sonst habe sich der Wochenmarkt in Lehrte möglicherweise "schon von selbst erledigt".

Mehrere Christdemokraten schlugen weniger forsche Töne an. "Wenn es überhaupt zur Verlegung kommt, dann muss das nachhaltig sein", sagte etwa Armin Hapke und forderte Überlegungen für eine langfristige Umgestaltung des gesamten Platzes. Peter Düe meinte sogar, der Wochenmarkt an der Matthäuskirche könne mit dem bald unweit davon entstehenden Netto-Supermarkt Synergieeffekte erzielen.

Wann die Bürgerversammlung zum Thema Wochenmarkt stattfinden wird, steht noch nicht fest.

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