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Die A 2 wird wieder zur Katastrophenstrecke

Lehrte Die A 2 wird wieder zur Katastrophenstrecke

Verletzte und riesiger Schaden, Feuerwehren im Dauerstress, Vollsperrungen, Blechlawinen auf den Ausweichrouten im Stadtgebiet: Die Autobahn 2 wird in diesen Tagen wieder zur Katastrophenstrecke. Vier schwere Lastwagenunfälle gab es allein in den vergangenen fünf Tagen. Gestern krachte es innerhalb von knapp fünf Stunden zweimal.

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Katastrophenstrecke A 2: Das vollkommen demolierte Führerhaus eines Unfall-Lastwagens.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Die Einsatzkräfte kennen das Szenario gut. Jahrelang war das Autobahnkreuz Hannover-Ost eine Baustelle. Und weil sich täglich der Verkehr staute, kam es zu etlichen Unfällen. Vor allem die Freiwillige Feuerwehr Lehrte war dabei so sehr gefordert wie selten zuvor.

Jetzt gibt es wieder eine Baustelle auf der A 2 – im Bereich von Bothfeld. Die Autos stauen sich, und immer wieder krachen im Bereich des Lehrter Stadtgebiets Lastwagen aufeinander, weil manche Fahrer nicht aufmerksam genug sind. Das könne durchaus so weiter gehen, so lange die neue Baustelle existiert, sagte gestern ein Polizist an einer der Unfallstellen.

„Unachtsamkeit, Ablenkung, nicht angepasste Geschwindigkeit, zu wenig Sicherheitsabstand“: Das seien die Grüne für die vielen Lastwagenunfälle auf der A 2 meint ein Polizeisprecher. Es laufe mittlerweile so „irrsinnig viel Verkehr“ über die Hauptverkehrsader, dass jede Baustelle und jeder Stau zur eminenten Gefahr werden könne.

Stress haben dadurch auch viele Lehrter. Gestern rollten tausende Autos und Lastwagen auf den Ausweichrouten abseits der Autobahn – etwa durch Sievershausen und Immensen. Auch die Bundesstraße 65 im Bereich Sehnde war stark belastet. Ein Szenario, dass vermutlich bis heute Abend andauern wird. So lange ist die A 2 in Fahrtrichtung Hannover vermutlich zwischen den Anschlussstellen Hämelerwald und Lehrte-Ost voll gesperrt – eine Folge des letzten der vier schweren Auffahrunfälle innerhalb von fünf Tagen, welcher sich am Dienstag gegen 13 Uhr im Bereich des Hämeler Waldes ereignet hat. Dort war Öl ausgelaufen, die Fahrbahn muss angefräst und neu asphaltiert werden.

Dort waren 24 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hämelerwald und Lehrte stundenlang im Einsatz. Die Unfallstelle, an der fünf Lastwagen aufeinander gekracht waren, habe ausgesehen „wie ein Schlachtfeld“, sagte ein Feuerwehrmann.

Insgesamt entstanden allein bei den zwei gestrigen Unfällen im Hämelerwald und bei Lehrte am Dienstag ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro. Vier Lastwagenfahrer wurden verletzt, einer davon schwer, einer lebensgefährlich. Weitere schwere Unfälle mit Lastwagen und Vollsperrungen hatte es am vergangenen Donnerstag östlich von Röhrse und am Montagvormittag in Höhe der Ratsstätte Lehrter See gegeben.

Von Achim Gückel

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