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Brandstiftungen: Hoher Schaden, keine Spur

Lehrte Brandstiftungen: Hoher Schaden, keine Spur

Im März hat eine heftige Serie von Brandstiftungen die Feuerwehr in Lehrte in Atem gehalten. Jetzt hat die Stadt die Kosten summiert, die ihr bei den vorsätzlich gelegten Feuern entstanden sind. Es sind rund 25.000 Euro. Von den Tätern fehlt indes jede Spur.

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Das ausgebrannte Häuschen am Schülercafé Friedrichstraße ist mittlerweile verschwunden. Die Stadt will dort nun einen Metallcontainer aufstellen, um darin Spielgeräte unterzubringen.

Quelle: Achim Gückel

Lehrte. Sieben Brandstiftungen innerhalb von nur einer Woche: Das war die schockierende Bilanz der Tage vor Ostern in Lehrte. In allen Fällen konnte die Feuerwehr schnell eingreifen und Großbrände verhindern. Die Einsatzkräfte fühlten sich aber mehr als nur einmal von den unbekannten Zündlern an der Nase herum geführt.

Etwa am späten Abend des 20. März, als die Brandserie begann. Innerhalb von nur 30 Minuten gab es Feuer an einem Anbau des Parkschlösschens, an einem Geräteschuppen neben dem Freibad sowie an einem Steinhäuschen neben dem Jugendcafé an der Friedrichstraße. Das Ganze ähnelte einem Hase-und-Igel-Spiel zwischen Brandstiftern und den Löschmannschaften.

Insbesondere am Parkschlösschen, wo eine Tür, Fachwerk und ein Vordach brannten, hätte die Brandstiftung ganz böse enden können. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr entstand dort für den Besitzer des Gebäudes ein Schaden von rund 15.000 Euro.

Von den meisten Brandstiftungen ist jedoch die Stadt betroffen. Deren Sprecher Fabian Nolting gibt die Summe des insgesamt entstandenen Schadens jetzt mit 25.000 Euro an. Das meiste davon sei jedoch durch Versicherungen gedeckt.

Teuer werden die Sanierungsarbeiten vor allem in einem schmalen Durchgang an der Realschule im Schulzentrum Süd. Dorthin hatten die Brandstifter einen Müllcontainer gezogen und dann in Brand gesteckt. Die Flammen beschädigten Fassade und Deckenverkleidungen, Pflastersteine, Elektrostränge und eine Leitung zur Heizungssteuerung. Schaden: rund 7500 Euro. Um einen Ersatz für das Häuschen am Schülercafé zu beschaffen, in dem Spielzeuge gelagert waren, werden 5000 Euro fällig. Und bei dem Schuppen am Schwimmbad war der Abriss sehr teuer: Dort musste Asbest aus der Deckenverkleidung als Sondermüll entsorgt werden.

Die Ermittlungen der Polizei zu den Brandstiftungen gehen bisher ins Leere. Eingestellt habe man sie aber noch nicht, versichert ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover. Weiterhin suche man Zeugen. Hinweise nimmt die Kripo unter Telefon (0511) 1095555 entgegen.

Von Achim Gückel

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