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Beim Sexting hört der Spaß schnell auf

Lehrte Beim Sexting hört der Spaß schnell auf

"Echt krass - Wo hört der Spaß auf?": So lautet der Titel einer Wanderausstellung zum Thema sexualisierte Gewalt. Die Schulsozialarbeiter aller weiterführenden Schulen in Lehrte wollen damit Jugendliche stark machen und zum Nachdenken anregen. Kooperationspartner sind Jugendamt und Polizei.

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Beklemmende Selbsterfahrung inmitten grabschender Hände: Lara Janik, Praktikantin beim Lehrter Jugendamt, hat sich in eine der fünf Kabinen der Wanderausstellung gewagt. Köhlerr

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. "Wir haben in unserer Arbeit immer mehr mit Übergriffen dieser Art zu tun", sagt Yvonne Dost, Schulsozialarbeiterin an der IGS Hämelerwald. Deshalb hat sie sich mit ihren Kollegen Michaela Wolf, Manfred Güteroth und Bettina Hofmann zusammengetan und die interaktive Präventionsausstellung "Echt krass - Wo hört der Spaß auf?" des Petze-Instituts ans Lehrter Gymnasium geholt.

In Zeiten, in denen fast jeder Jugendliche ein Smartphone hat und per WhatsApp kommuniziert, sei besonders das Weiterleiten von intimen Fotos, das sogenannte Sexting, ein Problem. Du liebst mich doch, schick mir mal ein Aktfoto", beschreibt Güteroth, wie sich insbesondere junge Mädchen von ihrem Freund überreden ließen, etwas zu tun, was sie mitunter bitter bereuten. Denn manchmal landeten solche Aufnahmen nach dem Ende der Beziehung auf den Handys Dritter.

Das sei übrigens definitiv kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, betont der Lehrter Polizeijugendsachbearbeiter Stefan Kriete: "Ebenso wie das Schreiben von Beleidigungen wie 'du Bitch'. " Die Tragweite dieses Tuns, sagen Kriete und seine Kollegin Sandra Champaert, sei vielen Jugendlichen einfach nicht bewusst.

Hier wollen die Schulsozialarbeiter mit der Ausstellung ansetzen und Bewusstsein schaffen. Darstellungsweise von Sexualität in der Öffentlichkeit hinterfragen, selbst herausfinden, was für sie normal oder grenzwertig ist: Genau das können Schüler an den fünf Erlebnisstationen noch bis morgen tun. Das Interesse ist da: 23 Klassen aller Schulformen haben sich angemeldet.

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Von Sandra Köhler

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